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Gregorius
fach, hielt streng arifSittkichkeit bei den griech. Geistlichen und widmete seine Ein-fünfte fl ammen Zwecken, den Armen ahne Unterschied des Glaubens, den Schurlen, der Wiederherstellung der Buchdruckerei zu Konstontinopel und dem Druckenützlich-'r Schriften. Vorzüglich beförderte er die Anlegung van Schulen wechselsei-tigen Unterrichts zu §hios, Pakmas, Sniarna, Athen, Sparta (?)dis,fra)und Kandia.Seine Predigten und Hirtenbiiefe zeugen ebensa für s. Frömmigkeit und Toleranzals für seine Menschenkenntniß Er übersthle die Briefe des Apostels Paulus in dasNeugriechische und schrieb dazu eine Erklärung. Dabei ermähnte er seine Mitbrüderstets zur ruhigen Ergebung in den Willen Gattes und zum Gehorsam. Als aber1821 der Aufstand der Griechen in Morea, s. Geburtslande, ausbrach, ward aucher der Pforte verdächtig; und nur die Hoffnung, die schon beschlossene allgemeineErmordung der Griechen in Konstantinopel zu verhindern, konnte ihn bewegen, denvom Divan drohend verlangten Bannfluch am 21. März 1821 über Ppsilamis,Suzzo und alle Theilnehmer an dem Aufstande auszusprechen. Zugleich erließ ereinen Hirtenbrief an die Geistlichkeit, der den Gläubigen Gehorsam gegen die Pfortezur Pflicht machte. Nach der Hinrichtung des Fürsten Morusi ward die Familiedesselben vom Großvezier seiner Aufsicht übergeben. Ohne sein Wissen, vielleicht mitHülfe eines Geistlichen im Palaste des Patriarchen, rettete sieb die Familie durch denBeistand des russ. Gesandten aufein Schiff, das sie nach Odessa brachte. Der Greisahnete sogleich, daß dies sein TodeSuriheil sei. Er ging auf der Stelle zum Groß-vezier, dem wilden Binderst Ali Pascha , um ihm den Vorfall anzuzeigen; alleindieser warf auf ihn die Schuld. Indeß erfolgte weder Verhaftung noch Untersu-chung. Der Großvezier wollte durch eine in der türkischen Geschichte bisher uner-hörte Gewaltthat Schrecken unter allen Griechen verbreiten. Diese waren schonWochen lang dem fanatischen Pöbel der Hauptstadt preis gegeben, daher am erstenTage des Osterfestes (22. April) nur Wenige die Kirche zu besuchen wagten. DerPatriarch verrichtete das Hochamt, umgeben von s nen Bischöfen, mit der gewöhn-lichen Feierlichkeit; als er aber aus der Basilika trat, umringten ihn Iamlscharenund schleppten die Bischöfe fort; doch hielt sie eine natürliche Scheu vor dem ehr-würdigen Greise ab, sofort Hand an ihn zu legen. Ihr Anführer mußte sie an denBefehl des Großherrn erinnern, worauf sie den Patriarchen in seinem Festgewandevor der Hauptpforte der Kirche aufknüpften. Dasselbe geschah mit den 3 Bischöfenund mit 8 Geistlichen des Patriarchats, die sämmtlich in ihrer Amtskleidung vorden Kirchen oder vor dem Palast aufgehangen wurden. An der Brust des Pa-triarchen war ein Iafta (das Todesurtheil) befestigt, welcher ohne Verhör und Be-weis dpm Patriarchen Schuld gab: „Er habe um den Aufstand seiner Landsleute inMorea gewußt und sei höchst wahrscheinlich das geheime Haupt der Verschwörunggewesen; daher die ganze griechische Nation, obwol sich Unschuldige in ihr befänden,dem Zorne Gottes und ihrer gänzlichen Vernichtung nicht en^ehen könne". Erstam 24. ward der Leichnam abgenommen und den gemeinsten Juden überlassen, dieihn durch die Straßen schleppten und inS Meer warfen, jedoch, durch die Griechenmit Geld gewonnen, nicht ganz versenkten, sodaß ihn griechische Matrosen desNachts herausziehen und nach Odessa bringen konnten. Hier ward nach erhaltenerkaiserl. Genehmigung am 29. Juni a. St. das Märtvrei rhum des Patriarchen vondem russischen Archimondriten TheophiluS durch ein prachtvolles Leichenbegängnißgefeiert, wobei ein griechischer, durch Beredtsamkeit ausgezeichneter Geistlicher, Pa-ter Konstantin Okonomos, der sich nach Odessa gerettet hatte, die (nachher ins Rus-sische und Franz, übers.) Leichenrede hielt. Diese Schmach der Barbarei an deinOberhaupte der Kirche, an einem frommen 80jährigen Greise verübt, hatte dieEntweihung und Zerstörung vieler griech. Kirchen und die wildesten Ausschweifungengegen die Griechen in Konstantinopel zur Folge, brachte aber stakt zu schrecken, diepntgegengesehte Wirkung hervor. Die Begeisterung der Hellenen für die Sache de»