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Griechen (Aufstand in der Moldau 1821 )
30 gefangene Türken. On Rußland, Polen und Deutschland fand E)psilantis's ver-we ienes und pfli.btwidriges llnternehnien, da? die Sache selbst in Gefahr brachte,um des Zweckes willen ziemlich allgemeine» Beifall, aber auch gerechten Tadel, weiler, mi russischen Heere angestellt, einen strafbaren Schritt eigenmächtig gethan hatte,derjnicht nur das russische Cabinet in Verlegenheit brachte, sondern auch mehre rus-sische Of.iciere, meistens Hellenen, in sein Schicksal hineinzog. Unter diesen befan-den sich s. Bruder und der Fürst Alexander Kantakuzeno. Zwar sandle Ppsilaniiseinen Bericht an den Kaiser Alerander nach Laibach und bar chn um s. Schutz fürdie gri chische Lache und für die beiden Hürstenthümer; allein zu derselben Zeck wardie Militairins r> eciion in Pieinont ausgebrochen, und es bildete sich die Überzeu-gung , daß der Geist des Aufruhrs und der politischen Schwärmerei von Spanien und Italien aus die Griechen angesteckt habe. ssipsilantis'S Schwirr wart von demrusüsch n Kaiser öffentlich verworfen; er selbst aber aus der Armee und aus derReihe von Ruß'antS llnteribanen gestoben; zugleich erklärten der russische Gesandtelind der östreich.InternuntiuS in Konstantinopel , daß ihre Monarchen auskeine Artdie innern Unruhen in den türkischen Provinzen begünstigen, sondern die strengsteNeutralität beobachten würden. Dessen ungeachlet blieb die Pforte, welche i„Konstantinopel selbst, auf die Anzeige eines Engländers, Svuren der helleniichenVerschwörung entdeckt zuhabe» glaubte, argwöhnisch, und die von ihr verordnete,vertragSwidrigeDurchsuchungderrussischenSchiffe, wodurch der Handel von Odessa litt, veranlaßte einen ernsthaften Notenwechsel zwischen dein russischen Gesandten,Baron von Stroganoff, und dem Reis Effendi. G gen alle Griechen wurden diestrengsten Maßregel» genommen; man unterdrückte ihre Lehranstalten und nahmihnen die Waffen; ohne Proceß ward jeder Verdacht ein TodeSurtheil, denn untervielen Hingerichteten mußte die Rache doch einige Schuldige treffen; die Flucht derEinzelnen aber machte Alle strafbar; das Fluchten der Griechen ward bei Todes-strafe verboten; man sprach selbst im Divan von gänzlicher Vertilgung des griech.Name»?; türkische Truppen ruckten in die Furstenrhumer; der Hospodar Mich.Suzzo ward geächtet; die Patriarchen von Konstantinopel und Jerusalem thatenalle Aufrührer in den Bann (21. März, s. Gregorius), und ein Hatti-Scberiffvom 31. März federte die Muselmänner auf, sich für den Islam gegen die Rebel-len zu bewaffnen. Nun war eine Zeit lang kein Grieche auf den Straßen von Kon-stantinopel s. LebtnS sicher; Weiber und Kinder wurden ins Meer geworfen; dieedelsten Jungfrauen öffentlich geschändet und ermordet oder verkauft; der Pöbelbrach in die Wohnung des russischen GesandtschaftSraths Fonton ein, und im Se-rail ward der Fürst Monist , als er nichts ahnend den Divan verließ, ohne Urtheilenthauptet. Seit der Ankunft des neuen Großveziers Benderli Ali Pascha (er-nannt den 10. April), der aus Asien ein zuchtloses Heer an den Bosporus führte,war der grausamste Fanatismus an der Tagesordnung. Zwar endigte der blutigeKampf — jedoch nicht die Verheerung des Landes — in der Walachei und Moldaudurch Verrath, Zwiespalt und Feigheit der Panduren und Arnauten, mit dem Un-tergänge der tapfern heiligen Lchar der Hetairisten in dem Treffen bei Drazaschan(19. Juni 1821) und mit Iordaki's Heldentod im Kloster Seck (s. Pp silantis);allein im eigentlichen Griechenland vermochte keine Maßregel des LchreckersystemSdas auflodernde Feuer zu ersticken. Die Bei ü von Morea luden hinterlistig alleBiscköse und die vornehmer» Griechen (lbuibl, i) nach Tripolizza ein, um daselbstüber die Rettung des, wie sie sagten, grausam bedruckten Volks zu berathschla-gen. Mehre gingen in die Falle und wurde» bei ihrer Ankunft >uS Gefängnißgeworfen. Nur Germanos, Erzbischof von Patras , erkannte den Betrug und be-sprach sich mit den übrigen, wie sie die arglistigen Anschläge ihrer Unterdrücker hin-tertreiben könnten. Darauf bemühten sich die Statthalter in Morea, die einzelnenStamme zu entwaffnen; aber zu spät: von den Höhen des Taygelos singen die