Band 
Vierter Band. F bis G.
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Griechm (Aufstand in Griechenland 1821)

gerichtet. Kaum war sie (22. Oek. 1821) in die Dardanellen zurückgekehrt, so er-neuerten die griech.Flotten ihr Spei rsystem und beherrschten wie vorher das ägäischeMeer und den Golf von Salonichi. Unterdessen war Demetrius Ppsilaniis mitVollmacht von s. Bruder, nebst dem Fürsten Ale.rander Kantakuzeno, überTiiestin Hydra angekommen, wo man den Ausganq des Kampfes in der Walachei nochnicht kannte. Demetrius versprach russischen Beistand und kündigte die Wiederber-stellung des ariech. Reichs an. Dennoch ward er erst nach vielen Schwierigkeiten(24. Juli 1821) als Archistrateq des Peloponnes , des Archipels und aller befreitenProvinzen .an die Spitze der Hellenen in Morea gestellt, wo Zwiespalt unter denKapitanis und Zucktlosigkeit unter ihren Scharen jeden Fortschritt der Waffe» bis-her gehemmt batten. Bald daraufei gab sich die erste türkische Festung Mom mbasia(Napoli di V-alvasia) den 3. Aug. mit Capitulatio» an den Fürsten Kantakuzeno;dann auch.Navarin (s d.) a» Tipaldo und an Demet. Ppsilantis; allein dieplün-derunassüchtige» Vdoieoten achteten keinen Vertrag noch Kriegsgebrauch. Deine-lrius wollte deshalb das Hand verlassen, wenn er nicht volle Gewalt habe, um derZügellosiakeit Einhalt tu thun. Er erhielt sie. Zugleich vereinigte sich der Senat vonKalamata mit dem vonHvdra, um einen Congreß von Abgeordneten aus ganzGrie-chenland in Kalamata zu versammeln. Während Maurokordaw u. A. dies vorbe-reiteten, bielt Demetrius den Hauptwaffenplatz der Türken auf Morea, Tripolizza (in der Ebene von Manlinea), eng eingeschlossen. Schon wollte die Besatzung sich er-geben, als die Erscheinung der türkischen Flotte in den Gewässern des Peloponnes ihr neuen Muth gab. Um aber auch die Truppen durch die Furcht vor der Rache derChristen zum hartnäckigsten Widerstände zu bewegen, ließen die Befehlshaber unge-fähr 80 vornehme Griechen und Prälaten, die theils aus eignem Antriebe dahin ge-kommen, theils arglos der trügerischen Einladung der Bei'S gefolgt und in Fessel» ge-legt waren, bis auf zwei ermorden. Dessenungeachtet bemächtigten sich die Griechennachdem 2000 Albaneser freien Abzug erhalten, und die Untei Handlungen mit denTürken sich zerschlagen hatten, der Sladt mir Sturm (5. Oek.); nur der letzte Po-sten wurde ausBedmgungen von dem tapfern Kiaja Bei geräumt, allein die Plün-derungswuth der Hellenen ließ sich nicht zurückhalten, und 8000 Muselmänner ver-loren ihr Leben. ()n Tripolizza eroberte» die Peloponmsier ihr erstes schweres Ge-schütz, und der Platz ward der Sitz der hellenischen Regierung, bis man sie nach Ar-ges verlegte. — Eben so glücklich kämpfte OdysseuS in Tbessalien. Er und andreBandcnführer (darunter Perevos) schlugen am 5. und K.Sept. bei Thermopvlä einaus Maeedonien vorgedrungenes türkisches Heer mit großem Verluste zurück. End-lich kam Akrokorinik (26. Zari. 1822) durch Capitulatio » in die Gewalt der Grie-chen. Dagegen bemächtigte sich der Pascha von Lealonichi der Halbinsel Kassandra(11. Nov.) mit Sturm, weil die Griechen sich durch Uneinigkeit geschwächt hakten.3000 Hellenen wurden niedergekaueu, die Weiber und Kinder in die Sklaverei ge-führt, und die wohlangebaule Halbinsel zur Einöde gemacht. Nur die Mouche undEinsiedler auf dem Monte Santo (Alhos) schützten sich durch eine starke Geldbuße,und blieben, weil die Türken diese Felleneinsiedelei als heilig betrachten, im Laufedes Krieges verschont. Um dieselbe Zeit stürmte Kprschid Pascha (13. Nov.) Ali'SFeste Laikariza, und t>er alte Trrann von Epirus harrte in s. letzten Zufluchtsorte,einem Schlosse in dem See bei (fanina, vergebens auf Entsatz von Seiten der Grie-chen. Denn diese, welche in den letzien Tagen des Nov. sich der Stadt Arka, abernicht der Citadelle bemächtigt batten, mußten in der Mitte desDecemberS, als DinerVrione aus Livadien zurückkehrte, auch Arta wieder räumen, und zerstreuten sich indieGebuge. Mitte» unter diesem regellosen Kampfe bildete sich die innere Verbin-dung der einzelnen gricch. Regierungen immer mehr auS. Sie übertrugen gemein-schaftlich dem Fürsten Msilanriö den Oberbefehl in Morea, dem tapfern Odpsseusden in Thessalien, in der Folge auch den in Attica, und dem Fürsten Maurokordaws