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Griechen - Hülfsvereine
dition war vor andern gut mit Waffen, Kriegsgeräthe, chirurgischem Apparat undandern Bedürfnissen versehen. > 2 ie wurde das Stammcorps der Deutschen in Grie-chenland , das durch seine Tapferkeit dem deutschen Namen Ehre gemacht hat. In-zwischen bildeten sich in der Schweiz 1821 fg. die Vereine von Zürich, Bern, Basel ,Aarau u. s. w., in Deutschland traten, außer den kleinern Vereinen in mehren wür-temb. Städten, die Freunde der Griechen in Darmstadt, Heidelberg , Freiburz u.a. O. zusammen. So wurde es möglich, daß bis 1823 8 Ausrüstungen von Mar-seille und 2 von Livorno mit mehr als 300 M. nach Griechenland abgingen. Diemeisten dieser Philhellenen erhielten Unterstützung; bedeutende Summe» wurdennach Marseille zur Ausrüstung der Schiffe gesandt. Allein die Bemühungen derVereine hatten nicht durchaus günstigen Erfolg. Bei der Ankunft in Griechen-land war Jeder sich selbst überlassen; die griech. Regierung konnte nicht alle Offi-ciere bei dem Philhellenen-Bataillon in ihrem frühern Grade anstellen, sie solltenfür den Anfang als Gemeine dienen, viele traten deßhalb zurück. Auch gab esAbenteurer, welche, als jeder Unterstützung unwerth, von den Vereinen abgewie-sen, auf eigne Rechnung nach Griechenland gegangen waren, und fremde Spione.Durch den Unfug solcher Leute, welche dienstlos im Lande umherzogen, wurde» dieGriechen mißtrauisch gegen die Fremden, und es wurde mancher rechtliche Mannunverdient schlecht von ihnen behandelt. Endlich waren auch die 1lnmenschlicl,kei-ten des griechischen Pöbels gegen gefangene Türken, denen die noch schwache Regie-rung nicht zu steuern wußte, Schuld, daß nach und nach 60 Philhellenen bitter ge-täuscht in ihren Erwartungen zurückkehrten und die schlimmsten Schilderungen vonGriechenland machten; oft ungerecht, indem sie nothwendige Folgen der Verhält-nisse ohne Weiteres der Nation zur Last legten. Sogar die Vereine wurden nichtgeschont; man griff begierig auf, wo sie einen Mißgriff aus Unkunde gemacht hat-ten. Um die bisherigen Erfahrungen zu nützen, traten den 13. Sept. 1822Freunde der griech. Sache aus Darmstadt, Heidelberg, Zürichs Basel und Stutt-gart in letzten» Orte zusammen. Sie veranstalteten in Marseille eine größere Ein-schiffung von 150 M., theils Artilleristen, Schützen, Kriegshandwerker, welchezugleich Soldaten waren, theils Ofsiciere, welche sich verbindlich machten, als Ge-meine zu dienen. Diese Expedition erhielt Waffen für mehre 1000 M., Kriegsge-räthe und Instrumente aller Art, Ärzte, Wundärzte, Feldapotheke und Munition.Die Führung war einemAbzeordneten der griech. Regierung, Kephalos, anvertraut,und nian hoffte Alles vermieden zu haben, was bei den frühern fehlerhaft eingerich-tet worden war. Hoffmann (s. d.) aus Darmsiadt reiste deßhalb aufeigneKostennach Marseille , um die Einschiffung zu leiten, welche am 22. Nov. 1822 erfolgte.Allein Kephalos entsprach den Erwartungen nicht, und s. Unredlichkeit soll Schuldsein, daß diese Philhellenen , ebenfalls getäuscht, größkemheils zurückgekehrt sind.Die bis dahin verwendeten Summen betrugen an 36,000 Gldn. freie Beiträge,wovon der stuttgarter Verein allein über die Hälfte deckte, die andre Hälfte dieübrigen Vereine Deutschlands und der Schweiz zusammen, und mehr als 12,000Gldn. Anleihen für Griechenland zum größer» Theil aus Basel, Einiges aus Hei-delberg, Darmstadt u. a. O. — Seitdem hat sich die Zahl der Vereine vermehrt.In Neuyork ward 1823 ein amerikan. Griechen-Hülssverein gestiftet. Genf ,Haag, Hamburg, Stockholm u.a. Städte blieben nicht zurück. 1823 errichtetedie8ool<N- <le >,» monilo uürötic-n»« zu Paris einen Hülfsausschuß, der auch inMarseille einen Verein stiftete, um arme Griechen in ihr Vaterland zurückzuschicken.1825 entstand in Paris die pliil-,nil>,nssgn<> ei, lüven! lle- Oree,,, an
deren Spitze die Herzoge von Choiseul, Fitzjames, Dalberg, Larochefoucault, Vi-comte Chateaubriand, die Herren Lafitte, Ternaux, Andre u. A. sich befinden. Siesandte am 5. Sept. 1825 die erste Unterstützung von Marseille nach Griechenland ab, die meistens aus Artillerieofficieren und Arbeitern bestand und von dem Oberst-