Band 
Vierter Band. F bis G.
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877
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Gnosbach 877

Ilbersehungen a. d. Ital. : „Onello Zinnie lü-inolio c nsro"rmd „1 n liinnclina inpk»,<!>>!» itVß welchen Wicland in einem der folgenden Hefte ein Lob beilegte, dasden jungen Dichter bestimmte, dieses Fach beinahe ausschließlich zu bearbeiten. AuchGöthe und Herder würdigten ihn freundlicher Ermunterung. Den Sommer 1798verlebte G. in Dresden , um deni Sinne für das Schöne durch Anschauung derMei-stei werke der Malerei und Plastik tiefere Ausbildung zu verleihen. Hier entstandin ihm der Entschluß, das „befreite Jerusalem " im Versmaße des Originals zu über-setze», was vor ihm Keiner versucht hatte. Zm Herbste kehrte G. nach Jena zurück,in Begleitung Schelling's, dessen Freundschaft er in Dresden erworben hat. DieJurisprudenz war in der letzten Zeit vernachlässigt worden; gleichwol ging er nachGöllingen , wo er ein Jahr hauptsächlich dem Rechtsstudium widmete. Dann er-warb er Ostern 1860 m Aena die juridische Doctorwürde. G. wollte sich nun inWetzlar, Wien und Regensburg mit dem Gange des Reichsprocesses näher be-kanntmachen. Allein nach kurzem Aufenthalt in Wetzlar fand er seine Plane durchden Wiedcrausbruch des Krieges (1860) gehemmt. Er kehrte also noch Jena zu-rück, wo unterdessen der ersteTheil des Tasso bei Frommann erschienen war. Gün-stige Fam>lienvcrhält»>sse setzte» ihn in den Stand, von nun an ganz s. Neigung zuleben, da ohnehin eine allmälig anwachsende Gehörschwäche ihn vom Geschäsis-lebenauszuschließen schien. Er arbeitete jetzt in Zena um so freier an s. Tasso, von wel-chem 1803 der letzte Theil erschien. Hierauf gab er 1804 und 1805 die beiden er-sten Theile seiner Übers.von Ariosto s „Rasendem Roland " heraus. 1806 begab sichG. nach Heidelberg und vollendete dort den Ariosto, dessen 2 letzte Thle. 1807 und1808 erschienen. 1808 machte G. eine Reise durch die Schweiz und Oberualienund kehrte dann über München und Nürnberg nach Zena zurück, woselbst er 1810die zweite völlig u»igee. b. Aufl. des Tasso drucken ließ. Alsdann versuchte er sich anBojardo'ö „ti,0>>nw >„>>,,>>»»,->t>>", dessen 12.Ges. im „Morgenblatt" voi, 1812erschien. Allein die Riesenlänge des Gedichts schreckte ihn von derForisetzung ab. Da-gegen wandte er sich jetzt zum Ealderon, durch Gpche und das Wennai sehe Theaterzunächst veranlaßt. Bis jetzt sind von 1815 an 6 Bände erschienen (Berlm). Auchgab er 1819 die 3. rechlmaßige Aussage des Tasso heraus, die eine ganz neue ilbers.genannt werten kann, und 1826 erschien die 5. Aust. Seine eignen Gedichte undkleinern ilbers. sind zum Theil m Schiller's „Musenalmanachen", in den „Hören",dem „Neuen deutsch.Mercur", Decke,'s „Taschenbuch", Schlegel's „Blumensträii-ßer ital., span. und porlug. Poesie" und m andern Zeitschriften gedruckt worden.

08 riesbach (JohannZakob), gest. am24. März 1812 alsgeh.Kirchenrachund erster Pros. der Theologie zu Jena , hat sich theils um die Kritik tes N.T., theilsum die Bildung vieler tausend Zuuglmge bleibende Verdienste erworben. Geb. zuButzbach imHessemDarmstädiUchcn d.l.Zan. 1745, kam er als-Kind nachFranks,a. M., wo s. Vater 1777 a's Prediger und Eonftstorialraih starb. Auf dein frank-surterGymnasiu»! erhielt er s. erste Bild, ng und bezog 1762 die Um. ei siiär Tübin-gen. 176 1 ging er nach Halle, und dann noch ein ssahr imch Leipzig . Ebiistl. Kir-chen-- und Religionsgeschichie winde das Ziel s. S iudun, wobei ihn Ernesii m Leip-zig niii Rarh und Büchern ninerstützte. Hieraus begann er m Halle große Vorstu-dien zur Kritik desN. Test. und für die Dogwengescl ichle; unicrSemler schrieb erseine 2 erste» Probeschristen über die histor. OKlaubwürdigkeit in den Dogmen, diedurch den Papst Leo den Großen ihre Bestäiigungen ei hallen. Einschlössen, sichganz der Kritik des nentesiamentl. Tcples zu widmen, unternahm er 1769 und1770 eine gelehrte Reise durch Deutschland, Holland, England und Frankreich .Den folgenden Winter widmete er i» seiner Vaterstadt der Beai beitung des genon-nenen Stoffes und tiar 1771 in Halle durch die berühmte Abhantlung von denRecensionen der Evaug üen vom Orig>nes zuerst als akadem. Lehrer mit so vielemBeifall aas, daß er 2 Jahre darauf zum Professor ernannt wurde. Mit unermüd-