222 Von Der Esopischen Fabel.
hat, als ihnen die Sprache ;u lehnen, da«mir man sie zu unsers gleichen macheke.Alles was sie thun, bat solch einen grossenSchein von einem Verstände, daß manzu allen Zeiten geglaubt hat, sie handeltenmit Einsicht und Wissen. Der Hr. Hage«dorn hat in einer Erzehlung an Hrn. C. L.Lifcov von der Erkenntniß der Thiere aus»sichtlicher gehandelt, und sich unter andermdergestalt vernehmen lassen:
Wer war der Plato dieser Thiere?
Wer lehrte sie, was ich hier spüre:
Kunst, Ordnung, Witz, Bedachtsamkeit?
Soll man die Fähigkeit, wodurch sie dieses können,Gefügter Theile Würckung nennen ?
Wo ist ein Uhrwerck so gescheidt.
Entdeckt man weiter nichts an ihnen,
Als die Bewegung der Maschinen,
Der Urtheil und Bewußtseyn fehlt?
Cartestus bejahts; doch ist ihm Recht zu geben ?Die Wahrheit mag den Zweifel heben,
Die Franckreichs Phadrus uns crzehlt. rc.
Und wie wenig Vortheile die Menschenüber die Thiere sich mit Recht anzumaßenhaben, darüber kan man nachsehen, wasCharron in seinem Lichte der Weißheit indem ersten B. Cap.vm. geglaubt hat. Esleben auch die Menschen mit dem großenTheil der Thiere in einer fast eben so en-gen Verbindung und Gesellschaft, als mit
einem