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New, köstlich und nutzliches Kochbuoch : in welchem kurtzlichen begriffen, wie allerhand künstliche Speisen, so wol von zahmen als wilden Thieren: Vögel und Federwildprät, grünen und gedörtem Fischwerck: wie auch allerley gebachens, als Darten, Marcipanen-Pasteten und dergleichen : Beneben von viel und mancherley Obs, ... zuzurichten / weyland beschrieben durch Fraw Anna Weckerin
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Der erste Theil

so nimm es herauß/ vnd das der Totter weich bleibet/thue andere Eyer drein/ biß derer genug seyn/ lege siedarnach auffeine geschnittene Semel in die Schüssel/vnd geuß die obbemelte Suppe warm drüber/ diß ist eine gesunde/ vnd fräfftige Suppe.

Ein Rosin Suppe.

Nimm eine gute Hand voll groffe vnd fleisne Rosinen durcheinander/ oder eines allein/ wasche fierein/ stoffe sie in einem Morsel/ oder reibe sie in einemReibe- topffe wot flein/ schütte ein wenig geribeneMandeln darzu. Oder nim gebähete Semmelschnitten/ weiche sie in Wein zu den Rosinen/ vnd treibe esmit einander durch ein Harin Siblein/ oder Thuch/geuß mehr Wein darzu/ daß es gnug sey. Würze esmit Zucker vnd Zimmet/ darnach man es gerne füssehaben will/ vnd laß es nur ein wenig fieden/ laß Semmeln auff einem Roft fein braun werden/ den schneidesie lenglicht vnd klein/ vnd richte die Suppe darauff

an.

Ein Mandelsuppe/ mit sawren oder

andern Pommeranzken.

Weiche die Mandeln erftlichen in laulichtWasser/ vnd zeuch ihnen die haut oder schalen abe/darnach stosse oder reibe sie klein/ vnd freibe sie mit reisnem Wasser/ oder Milch/ welches man am liebsterihat/ durch ein Thuch oder enges Siblein/ alsdannnimm Pommeranzen/ so viel man derer daran habenwill: schelle sie/ vnd trucke den Safft davon/ thute nichtviel Zucker dran/ damit sie ein wenig sawerlicht blei

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