Spiritum rectorem. 9
Für ihn ist es höchst-vernünftig, und ichvermuthe aus dem ganzen Context des Buchscie diaeta, er habe doch etwas von den mosai-schen Lehren gehört. Er konnte aber nicht wis-sen, daß GOtt dem Menschen den Othem deszweyfachen Lebens eingeblasen. Nur gedachteer, das erste Feuer seye etwas unvergänglichesund unsterbliches, daraus klar ist, daß er zwarnicht geglaubt, daß die Seelen vergehen, aberdoch geglaubt, sie werden mit ihrem ihnen an-hängigen feurigen und wässerigen Wesen resol-vitt, erstlich, in das, was aus GOtt unver-gänglich ist, und die Leiber so ihnen anhangen,werden in ihre Element zurück gesetzt.
Genug daß Hippocrates eben so gedacht, wiePetrus, welcher sagt die Spötter wollen muth-willig nicht wissen, was sie doch wissen könn-. ten, daß nemlich die Erde aus Wasser durchWasser bestehe, im Wort des Mundes GOt-tes zusammen gehalten. Das wäre das erstevom Wasser: das andere vom Feuer erklärtPetrus auch, sagend L.Petr. III. 7. Die Himmelund die Erde werden zusammen als ein Schatzbehalten , durch das ewige Wort, im Feuerbewahrt, daß vor der Zeit nichts auseinanderfalle. Petrus sagt ferner, Wasser und Feuerseyen die erhaltende Anfange, wenn sie aberzu viel in Feuers- oder Wassers-Gestakt an-wachsen, so seyen sie eben auch zerstörende An-fange. Ferner sagt Petrus ohne viele Schlüs-se, Feuer und Wasser als widrige Dinge wer-den im Wort GOttes zusammen gehalten.
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