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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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LXXIIII
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8 9 8 99 N 4 85 i 123 blxxuij Von mancherlei wunderbarendas etliche monat lang alle kindbetterẽ ſterben/ anderẽ zeirten aber wer-dend ſie erhaltenn? Zzů etlichen zeytten erſcheinend wunderzeichen/ etwanſtarcke leüt/ etwan gar nicht/ ſonder es iſt alles ſtill? Demnach ſeind ſo vilmeerwunder/ ſo vil waarſager/ ſo vil weyſer leüth/ ſo vil ding/ deren manſich nie verſehen? Zzů andern zeytten iſt alles ſtill.Demnach ſeind enderungen der zeytt/ ſchnee/ hagel/ wind/ vnnd etlichewunderbare ding vnnd faſt wunder zeichen. Als dem xvj. jar der reichenDauids deß künigs inn Schotten/ inn dem jar Chꝛiſti CCC xlvij.ha-bend die ſchaff inn der jnſel Albion nitt geboꝛn/ die rappenn aber vnnd die5 thauben habend im winter jre junge fürgebꝛacht/ vnnd im ſom̃er nitt. Es125 in un ſeind auch ſo vil meüß geweſen/ das man kümerlich den heüſern whonenter. oder die bauren etwas auß dem feld habend bꝛingen moͤgen. Nach xj. jarenaberiſt auch treffenlich vil waſſer kommen/ vnnd das nitt mitt minderemſchaden/ dañ voꝛ von den meüſen. Du ſpꝛichſt aber/ ſolches hatt ſein natürliche vꝛſach. Deß einen will ich anzeigen/ von dem man ſich mehꝛ zůuerwunderen/ namlich warumb die rappen im winter eyer legend/ vnnd im ſom-mer nitt/ dann der winter was warm/ vnnd fru es legend aber die vögelin der werme jre eyer. deßhalben leeret auch der bauren kunſt/ das man vileyer von den hennen hatt im winter/ wann man ſie an einem warmen ohꝛternheeret. Was iſt dann das für ein wunder/ das die feine werme deß him -mels die voͤgel bewegt hatt/ jre junge bꝛingen: vnnd dañ vil meh wannſie erſt warme ſpeyß gehabt. du ſagſt aher/ keines wegs/ ſonder es iſt genugan der werme auß der erden/ oder auß dem meer/ oder die auß den windenentſthar. Wir habend aber ſchon den voꝛgenden buͤcheren angezeiget-es entſtande gar kein werme dann allein vonn dem himmel. die werme aberſo auß anderen vꝛſachen entſthet/ vnnd von den voꝛigen nitt kommend/die thůnd nicht der geberung/ dann das ſie allein die himmeliſche vonndem das ſie ſonſt hinderete/ ledigend/ vnnd das furnemlichen auß der ma-terien grobheit. Alſo erhalten wir etliche beüm im winter durch das feüwz.Wann dann nur diſe im winter all jre krafft verloꝛn/ iſt kein wunder das ſyim ſommeꝛ habend auffgehoͤꝛt. Alſo iſt diſe vꝛſach offenbar/ vnnd hatt vondem einfiuß ſeinen vꝛſpꝛung.. Weil nur ſolches vnd anders dergleichen menckliches zůlaſſet/ glaubenden 5 r ſie doch es ſeie ein andere vꝛſach dann von der influentz. dann dem erſten755 meinend etliche es ſeye Gott/ die eigentliche vꝛſach aller dingen/ ein theil a-ber die teüffel/ etlich es beſchehe on all gefahꝛ/als die Epicuriſchen/ etlichemeinend es komme von der natur aller dingen vnnd von den Hlementen-ſonſt aber hatt niemand moͤgen andꝛe vꝛſachen erdencken erfinden. Ichverwunderen mich aber derenn allerſammen/ weil die doch ſehend ein ſol-liche oꝛdnung aller dingen am him̃el/ ein ſollichen gewalt vnnd groͤſſe derſubſtantzen/ vnnd in etlichen als in der Sonnen Mon ſo krefftige wirckung/ das ſie ſolliche offenbare ding/ ſo voꝛ augen ſthend verlaſſend⸗ vndgrobe vngereimete vnd vnerkañtne vꝛſachen ſůchend: Die vnwüſſenheitaber liebe den ſecten/ die thůnd nach wunderbarere din g. Deßhalbendie ſo ſagend Gott ſeye ein vꝛſach ſollicher dingen/ ſoltend ſich ſchaͤmen/ ge-leich als wann ſie ſpꝛechend der Rünig ſeye ein troßbůb/ koch/ kriegßmanvnd ſchꝛeiber/ darũb dz er über die alle herſchet! demnach weil diſe ſehen dddie werme von der Sonnen kom̃et/ die kreüter von den ſaamen⸗ lewoöllen