vnnd d Wẽ̃hes zlichen werdens die. 988. aPhe verglichen; dieſer hat(wie man ſagt) nach erſchaffung der Welt zweykauſendt vnd lu hundert ar gelebet. Man weißt aber noch in den Verſen von ſei-nem treffenlieben Gemüt zu ſagen/ ſonſt iſt aller Koͤnigen gedechtnuß/ welche zur ſel-
Hieronym! Cardant.
daß win vne in gefahr vnſers Leibs vnd Nebens für dieſe geben/ alß für
ſich ab der beſten Sach ſo in vns iſt/ vnnd jhnen auch am gleichfoͤrmig-
ſten/ beluſtigen/ iſt billich daß ſie dieſen viel guethar beweyſen/ welche ſielieben vnnd verehꝛen/ voꝛab weil dieſer Mandel auch jhnen angenem iſt.
Es ſoll aber niemands zweifflen/ daß nicht alle dieſe ding bey einem weiſen vnnd ver-ſtendigen Mann gefunden werden. Alſo iſt der weiß/ Gott am liebſten vnnd angene-meſten/ darumb ſoll er auch billich am Gluͤckſeligſten geachtet werden.
vnſere Kinder Vnnd widerumb an einem anderen oꝛt: Nachdem ein jeder einauffrechtig Gemut hat⸗ vnnd ſein Neben mit Vernunfft vollbꝛinget/ al-ſo iſt auch Gott am liebſten vnnd wolgefelligſten. Dann weil die Goͤtter
Wann aber einer nur den Nammen vnnd guten Leümbden oder Lob bedencket/ ſo
wird Ariſtoteles gleich ſo hoch ger hůmet alß Alexander. Dann es werden nur die Tha-ten des Aetandti ſo er zu ſeiner zeit begangen/ erzehlet/ vnnd von der ſchandtlichenNiderlag Parij da doch viel andere weiſe Menner/ die mit Arilto tele gelebet/ tref-
fenlich gepryſen werden⸗ alß Speuſippus, Xenocrates, Demoſthenes, vnnd Eſchi-
nes, Was haben wir aber auch noch von dem llexandro pberig/ denn nur die gedecht-nuß ſeines dammens vnd Thaten⸗ da dargegen Ariſtoteles in ſeinen Buͤcheren gantzvnnd gar lebck was iſt doe an hm abgangen/ denn das etliche Bücher verloꝛen ſeindedann was gehel ſon der geib vnd die empfindtliche Sinn ans alles das er erkennet/ was
er geliebet/ ja was den gantzen Ariſtotelem begreiffet/ iſt noch alles voꝛhanden/ lebet/
ann man das alter bedencket/ wellicher Koͤnig mag dem Or-
Ariſto telisvnd Alexã-ders verglei
chung.
bigen zeit gelebet vergeſſen vnd zu grund gangen. Iſt nicht der großmechtig Trilmegi-
tas von wegen ſeiner Weiß heit/ vnnd nicht von wegen ſeines Koͤnigreichs vnd Prie-
ſterthumbs⸗ auff heutigen tag beruͤmpte Alſo mag man fein ſehen/ wann alles mit ein-Washer cd ec le z erhaltung des guten nammens/ denn dieWann ſich etwan begibt daß wir von der Warheit vnnd rechten Erkanndtnuß
abgetreten /alſo daß einer in diefen/ der ander in einen anderen jtꝛthumb fallet/ be-
klagen wir vns alß arbeitſelige Leut/ vnnd ſuchen alſo in der Finſternuß das Liecht/ in
dem Krieg die Ruhe/ in der Gefahr die Sicherheit/ in der Auffrur den Frieden. Wie
kanſt du aber gluͤckſelig ſeyn/ wann dn nicht weiſt welliches die recht glůckſeligkeit iſte
wañ du nicht weiſt wo das end aller vnſerer Handlungen ſeye/ dahin du dein Leben rich-ten ſolt? Wellicher Schiffmann iſt ſeiner Kunſt alſd gewiß daß er ſein Schiff rechtlehten koͤnne⸗ wann er nicht weißt wohin er fahꝛen ſolle s Die treffenlichen Begier-den vnſers Gemuͤts vberfallen vnnd vergraben alle vnſere rechte Gedancken/ vnndſuchen alſo ein albe in dem kot. Es iſt gut daß wi vnſer End wiſſen auch vnſer Sub-fa vnnd Viſpeung/ mit ſampt allem dem/ daß da nützlich it recht vnd ſeligliehDeshalben ob wol groſſe vnd mechtige ding vnder weilen bey den Menſchen gefun-den/ alß Reichthumb/ Freund/ vnnd Gewalt: wann man dieſe zu guten Kuͤnſten-echter erkanndtnuß onnd contemplation der Weißheit vergleichet/ vnnd hiermitvnſer kurges Leben/ vnſerer krefften bloͤdigkeit /Kranckheit⸗ Begierden/ vnſtandt-hafftig Gluck/ vnnd welliches menigklichem am aller beſchwerlichſten(vnndſich aber der mehꝛertheil alſo zutregt) daß wir am allermeiſten vnfall bekommenvund geplaget werden/ da wir denn am mehoſten gutthat verhoffeten zu bekom-men(nemlich von Kindern/ Freunden Verwandten/ Dienſten vnnd fuͤrnemlichwellichem wir viel Gutthat bewieſen) bedencket/ wird man warlich nicht liebliehers deñ
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