Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
Seite
XVII
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Das Erſte Buch. xbijDer Lufft aber iſt von Natur der kelteſt/ alſo daß er auch das Waſſer⸗ wann er darauff bewegt wird/ zuſammen gefrieren machet: Dann des Luffts kelte/ dieweil er ſo garrein /iſt ſtercker weder des Waſſers vnd der Erden: der aber vmb vns iſt/ ſeheinet von wegen der daͤmpffen etwas wermer: dieſes zeiget an daß er auch ſehwer iſt/ b er wol von natur vberauß leicht iſt. Dann man helt darfůr die Blaaſen ſeind ſchwerer/wann ſie voll/

alß wann ſie leer ſind micht darumd daß der Lu t in jhnen iſt/ ſondern gar viel dunſt:da-rumb ſie auch in hitzigen zeiten noch ſchwerer ſeind: vnnd darumb zeiget auch die Hitz ei-nen Regen an: dann es bedeutet daß der Lufft mit Daͤmpffen gantz vnd garerfüllet ſeye.Die Kelte des Erdtrichs aber/ iſt mechtiger denn der anderen allen/ ob ſie wol kleiner iſt.

Die Erden aber iſt gantz/ vnd ſeind die Berge von wegen ſhder dicke/ deren gleich.

Wir haben auch angezeigt /daß an ettlieh en oꝛten zu oberſt in der Erden Metall ligt/darumb ſie auch vnrein vnnd deſto minder kalt ſolle ſeyn. Alſo iſt das Waſſer in kalterzeit/ auß gemeldten vrſachen/ vnder allen Elementen nicht gar kalt: ſo es aber warm iſt/am aller kelteſten. Dann der Elementen Qualiteten ſeind entpfindt lich/ zum theil desGeſtirns halben zum theil auß ſhꝛer eigenen Subſtantz. Es kuͤlet aber die bewegungdaſſelbig( wie geſagt) darumb daß es die Striemen der Sonnen etwas ſehwechet. Dieeine Subſtantz(wie gemeldet) iſt dick/alß der Erden/ welehe auch die aller ſchwereſt iſt:Die ander iſt dünn alß des Luffts/ die iſt auch leicht: Darumb iſt die mittleſte zwiſchenbeyden Qualiketen des Waſſers. V

Dieſer vnderſcheid erfindt ſich nicht allein in den gantzen Elementen ſondern auchin jhꝛen Abtheilungen. Nun ſeind ettliche theil nach der lenge von Auffgang biß gegenNidergang: etliche nach d breite⸗ von Mitternacht gegen Mittag⸗ oder von dem An-tarctiſchen Po lo: etliche nach der tieffe: dann der Lufft iſt rein vnder dem Himmel/ di-cker zu vnderſt auff der Erden. E

Daher ſeind groſſe mechtige Landtſchafften in dem Luft wie auch im Meer vnnd dor ſeh dis

auff Erden. Es iſt aber die Erden wie ein Schwan voller Waſſers: vnd wo daſſelbige das alecynfallet/ da verſammlen ſich die Waſſer/ wie in einem dchwafſt/ der mit Waſſer be⸗ aalen balgoſſen iſt. Allein der obertheil leſt ſich anſehen/ alß were er von der Sonnen auffge-

Der vr ſachen halb iſt das Erdtrich/ in denen Landẽ ſo gegen Mitternacht ligen gar önaſſz: es ſeind auch alle Berg voller Bꝛunnen: dañ die Erden hat von ihr ſelbs dz Waſ-ſer an ſich gezogen. Deſſen haben wir ein gewiſſe anzeigung/ daß/ wo man ein wenig

tieff grabet/ das Waſſer herfür quillet: vnnd je weiter man fürfahꝛet/ je mehꝛ das Loch 8voll Waſſer wird. An etlichen oꝛten aber ſ eind Flůß/ wie Aderen/ welehe das Waſſerdurch die Erden fuͤhꝛen: darumb moͤgen wir keinen man gel am Waſſer mmmer nichthaben. Es iſt auch von noͤh ten/ daß die Meer zu rings herum mit ſampt der Erden eyn-

gewohnes werden: dann weil die Erden nicht an allen oꝛten gleich iſt/ mag das Waſſer-dieweiles allzeit niderſieh zulauffen begeret/ an hohen oꝛten nicht ſeyn. Man hat auch

u den nideren oꝛten ſeiner kein mangel/ weil es ſich allda verſammlet. Derhalben iſt die

Erden/ das Meer/ die See/ die Pfützen vnd die Weyer jeder eit eyngewohnet woꝛden/wird auch noch lenger alſo ſe ehn vnd bleiben. Die vrſach de berſchwallung der Waſſe-ren entſteh et fürnemlich von der werme/ welche dz Waſſet inwendig auß der Erden tru-cket. die kleinen Waſſerflut aber auff die Erdbidem/ viel Regen /oder dergleichen.

Wale dan die Erdenallenthalben derſürchne auch ken dee Gott gebe ieff

es geachtet/ wird doch allenthalben zu vnderſt in der Erden/ Waſſer gefunden: es wird

auch nicht(wie man ſagt) lelcht ſeyn/ vnd auff der Erden daher fahꝛen. Dann es nichtdarum auff der Erden lauffet/ weil es alles von jh verſchlucket wird/ ſondern daß es die

Erden vnder jßꝛ nieht lenger behalten mag. Es erhaltet aber die Erden mit jhꝛer veſte

vnd kelte das Waſſer/ daß es nicht von der Sonnen hitz ſtinckend oder faul 25: l c

. a 1 bin Waſſer

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