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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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Seite
XVIII
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rbii Von mancherley wunderbaren Sachen/Waſſeraber behaltet mit jhꝛer Subſtantz die Erden daß ſie nicht zerſpalte.

Dicſes iſtoh ne zweifel viel wahhafftiger denn das Arſſtoteles geſchꝛieben/ von dervꝛſach des oꝛts des Waſſers. Auß dieſem werden die Merallen/ ſo noch nicht herfür kommen wie auch die ding nicht/ ſo hin vnd wider in dem Luff t auffenthalten werden/ wel-chegroß mechtig vnd wunderbar ſeind. Sondern gleich wie die Roſſz vnd Ochſen vn-ſere Triumph fuͤhꝛen/ vnd nicht wiſſen was ſie thun: alſo treiben vns auch die ding ſodaſelbs ſeind vnd entpfahen einen wolluſt arb.Die ſchweren Element machen dieſe Kugel dem Menſehlichen Leib gleich/ alſo daßdie Stein ſeind an ſtatt der Beinen: das ander wie das Geroͤſpel demnach die Baͤch in-wendig vnd auß wendig wie das Geaͤder/ vnd iſt gar nichts trocken/ fondern das Waſ-ſer iſt allenthalben mit der Erden vermiſchet. leich wie nun mancherley feuchtigkei-ten in dem Menſchen/ vnnd die nicht allein Blut/ alſo iſt auch zu innerſt in der Erdennicht gar Waſſer/ ſondern ein Waſſerechtige feuchtigkeit: daher denn die mechtigenReichthumb Plutonis in mitte der Erden verboꝛgen ſeind/nemlich Metalliſche feuch-ligkeit/ vnd andere wunderbare ding/ welche mit der zeit werden geoffenbaret/ doch nichtalle: dann man mag nicht tieffer in die Erden kommen. Daher geſchicht es/ daß keinElement auß dieſen lauter iſt: dann je tieffer du mit dem graben fuͤrfahꝛeſt/ je mehr du befinden wirſt daß die Feuchtigkeit mit der Erden vermiſchet iſt. Dieweil aber kein theitvon den ſchweren Elemen

muͤglich daß es mit dem oberentheil des Luffts alſo beſchaffen ſeye. f

Wir haben aber geſagt daß dieſes Element ſeind/ ſo allein kalt: Daß auch dieſe kelte

nichts anders ſeye/ deñ ein mangel vnd beraubung d werme /darum̃ begeren ſie dieſe be-gierlich von dem Geſtirn/ ziehen ſie auch an ſich. Vnd ob ſieſe chon erwarmẽ/ verderben ſie doch nit/ dieweil ſie in ein widerwertige⸗Qualitet vnd eigenſchafft verendert werden. Es iſt auch dz Waſſer gantz ſiedig vberauß weich: welches nit ſeyn moͤchte/ wañes an ſeiner Natur ſo gar kalt were/ alß weich es iſt. Darumb mag dz Waſſer nit hert zuſafſien gefrieren/ wenn es ſüdtig geweſen iſt: dann die weiche geſtalt behaltet es für eigen.Ess iſt auch nicht eigentlich feucht/ dieweil die Erden trockẽ/ der Lufft warlich nieht/ſondern weich iſt/ alſo daß nach dteſer eigenſchafft drey vnderſcheid genommen werdendas Waſſer weich vnd flieſſig: die Erden trocken vnd hert t der Lufft am allerweichſtenvnd lauterſten: Dieſe vnderſcheid muß man auch in vermiſcheten dingen gleicher weißacht nemmen. Ein jedes vermiſchetes ding iſt an jhm ſelbs kalt/ wann es kein Leben inzhm hat: dann es bedarff der werme/ vnd iſt weich/ oder noch weicher /oder hert/ oder dzmittel wiſchen dieſen. Dann wie des weichen oder herten vermiſchungẽ ſeyn/ alſo wirdauch das Waſſer vermiſchet. Dann wir haben angezeigt daß allein zwey Element inden vermiſcheten ſeind/ darumb kan in det warheit kein gemiſchet ding weicher ſeyn deñ

das Waſſer/ wiewol ettliche an jhꝛer art für weicher geachtet werden. Alſo iſt es geſtal-

tet mit denen dingen/ von welchen auch an einem anderen oꝛt weitleuffiger gehandelt

wooden. Man muß aber nun dieſes beweiſen/ daß ihm nicht alſo ſeyn kan/ wie ettliehedaruon reden/ daß auch der Pfeffer micht warm/ noch das Aizoum kalt ſeye: dann von

den trocknen vnd feuchten/ weil keine Qualiteten vnd Eigenſchafften in Elementen

1. eind/ moͤchte es villeicht wol ſeyn: aber(wie geſagt) mogen dieſe ſo ſie gemiſchet/ nicht al

ſo an dem werckſelbs ſen. Wann nun der Pfeffer nag warm ſeyn/ wird er auch an dem

werck mit der that alſo ſeyn. Oieſem ſey nun wie jhm wolle /dieweil die that dem ver-

moͤgen ſelbs voꝛgehet dann es iſt im vermoͤgen ein ſollich ding/ wie daſſelbig jez ſchon iſt/wird ein Qualiter von der erſten ſeyn/ welches doch dieſem wie erſt geſagt)ſtracks zu wi-der wer. Zu dem/ wenn etwas ſo an jhm ſelbs entweders warm oder kalt were/ vnd vnſer

Sinn vns in dem betroͤge/ ſo wurde in dem kalten ode auß dem kalten/ alß ſeinem eige-

nen vꝛſpꝛung/ ein werme/ vnd auß dem warmen ein kelteentſtehen. Dieſes zeiget b Sin ä

ſelbs

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ten in dem Lufft hanget/ vnd wir aber die ding ſo auff der Er-den ſeind/ durch empfindtlich keit vermiſchet ſeyn befinden/ vnd viel mehꝛ die noch tief-fer ſeind/ ſo iſt offenbar daß kein teil an diefen Elementen gar rein ſeye. Es iſt aber wol