clij Von mancherlep wunderbaren Sachen/
new Rocha nennet/ weicher vnnd feißter/ aber vollkommenlicher: darumb hoͤlet
man die auß/ damit ſie durchſichtig vnd heiter ſeyen dann ſonſt wurde man meynen ſie
weren ſchwartz. Demnach ſeind Sandaſtren/ welche guldene flecken in der mitte alß
Sterlein h ben/ vnder ihnen die Edleſten. Es ſeind auch ettliche einer heiteren Farb/ſo man Spinellen heiſſet/ die minder glantzen: vnnd welche minder glantzen/ nennetman in jhꝛer art die Weyblein. Es ſeind auch Alabandiſche/ die man mit verkehꝛten
nammen Balaſſter nennet/ dann ſie ſeind feißt/ vnnd leuchten nicht/ ſondern wann
Crystal.
Auff der anderen ſeiten gleich gegen vber/ ſeind viel Cryſtalline Steinlein/ gleich als
rer denn ein vollkommener Eryſtall ſeind. Es iſt auch dieſer Stein wol wert/ daß
man ſie anzůndet/ bꝛennen ſie. Die beſten ſeind in den Gemachen/ purpurfarb/ vnderdem Himmel Fewer farb/ an der Sonnen aber zwitzeren ſie: doch iſt in allen ein roteFarb/ vnnd bey tag ein treffenlicher glantz/ vnnd die dem Fewer lang widerſtehen: wie-wol ettliche minder/ etliche mehꝛ hert ſeind:dann ſie ſeind herter denn die Sarder/ vndweicher denn die Saphier. In den Lucayſchen Inſeln des Mexiſchen Meers(welcherſollen bey vierhundert ſeyn: aber(wie man ſagt/ gar klein) grabt man auß der Erdenettliche Steinlein die d Carfunckel gleich ſeind: welche wiewol zu glaubẽ/ bald alt wer-
den/ wie auch die Coꝛallen vnnd Perlen. Dann es moͤgen weder in dem Meer in wel-
chem der dunſt außfahꝛet/ noch in den Thieren(dann es mußte die ſubtile feuchtigkeitvon der kelte zuſammen wach en/ vnnd ſeind aber die kalten Thier eines kurtzen Lebens)die Edlengeſtein wachſen. Gleich auff die Carfunckel woͤllen wir den Ametiſt ſetzen/ein liecht Edelsgeſteins/ ſo ein Weinfarb hat/ vnnd ſich in Violfarb endet. Es ſeindauch etliche Purpurfarb/ wie der Hyaeinth vnnd auch Roſenfarb/ darumb iſt er vonden Alten der Venus Edelgeſtein genennet: doch ſeind ſie etwas weicher/ voꝛab die vn-ſeren/ alſo daß man meynet es ſeye ein art des Cryſtalls. Ich hab deſſen in Schott-
land wahꝛ genommen/ vnnd erfahꝛen/ daß er vnder des Eryſtalls ſtücken wach ſet/ alſo
daß der Ametiſt nichts anders iſt/ denn ein Cryſtall/ ſo mit einem Wein blaſt geferbet.
Nun aber duncket mich zeit ſeyn/ daß ich anzeig/ was ich von des Eryſtalls wachſung
ſichtbarlichen erfahꝛen hab. i 8 aEs ligt ein Berglin ein kleine meil von Edemburg/ auff welchem allenthalben an-
zeigungen einer Metalliſchen materien geſehen werden nicht vngleich den ſchuͤppen
ſo von dem eyſen fallen:es ſeind auch daſelbſten ſehwartze vnnd loͤcherechtige Stein.
weren ſie mit den ſpiglinen alle zuſamten gewachſen/ vnnd bedecken den gantzen Stein.Im erſten Anblick meynet man es ſehen Adamanten/ alſo klein/ liecht vnnd ſpitzig ſeind
ſie. Es iſt wol zu wiſſen/ daß dieſe Stein auß der Erden des Bergs/ ſo ſchwartz iſt/
wachſen. Zum erſten wird es nicht gleich ein Bimſtein/ ſondern iſt weich vnnd aͤſchen-
farb/ dem Talchen nicht vngleichh/ aber doch nieht ſo liechtrdann dergleichen fanden
wir allwegen/ der auß dem Waſſer/ ſo allgemach außtropffet vnnd auß der ſchwartzenErden zuſammen gewach en war/ vnnd war doch allein der ſubtiler theil zuſanfien kom-men: doch hat ſich nachfolgender zeit von der kelte wegen die ſubſtantz an der ſeitenheiterer herfür gethan/ vnnd vermeynet man es weren allein ſcheinende fuͤncklein aneinem weiſſen Stein/ aber oͤffter an den ſehwartzen. Es waren aber deren ſo viel/ daßder gantz Berg an demſelbigen oꝛt leuchtet. Die aber vnder dieſen etwas vollkommenerwaren/ die zwitzerten nicht allein an der Sonnen /ſoͤndern auch an dem ſchatten. Wannman dieſe an die Sonnen legt/ glantzen ſie wunderbarlich/ alſo daß ſie viel ſcheinba-
man ihn von wegen ſeiner ſchoͤne ohn vnderlaß bey dem Tiſch habe: dann er die Au-gen erluſtiget/ dieweil er auß mancherleyen auſchauwungen glitzeret/ an dem andernoꝛt fahet er an loͤcherechtig vnnd ſchwartz zu ſeyn/ alſo daß man verſtehen muß⸗ daßdie heitere feuchtigkeit darvon kommen. Es iſt aber noch der gantze Stein dunckel
Wann aber der ein teil außgemachet/ wird es ein Cryſtall/ doch klein vnnd nicht groͤſ-
ſer denn ein Erbs · Es ſeind aber deren gar viel an einander/ Sa büpihe ee g
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