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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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zu gleich groſſe hitz vnd kelte erleydet Damit ich aber

chen/ weleheſet in die hoͤhe wie di

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Alus aber hat ein Blum wie ein Roſen/ iſt auch ein groſſer Baum wie der Elus-mit einer weiſſen Blum/ hat eines Hertzes figur/ eines apffels geruch: wird aber alſo

genennet/ entweders von des liebliche Geruchs wegen: oder daß er dem Hertzen nuͤtzlich

vnd gut iſt/ deſſen figur er hat. Welche baͤum einen guten geruch haben die haben auchein geſundẽ ſchatten/ alß der Loꝛberbaum/Wacholter Apffelbaum. Welche auch ei-ne geſunden ſehattẽ haben/ die ſeind wol geſchmackt/ alß der Hobus bey de Indiern: dandeſſen ſchoß geben ein woltiechet waſſer/ alſo dz es auch die müde hinweg nuͤſiet. Darumwas eines boͤſen Geruchs iſt/ hat ein ſchedlichẽ ſehattẽ: Was auch ſchedlich/ das reuchetoder ſchmecket mehꝛertheils bel dañ es laſſet ſich anſehen alß wañ allein die treffenlichekelte viel ſchadẽ brechte/ voꝛab den warmen C oͤdperen. Was aber für ſich ſelbs kalt/ dashat kein gute kochung: was aber bey dicken vnnd viel bletteren für kelte iſt/ die haltet ſichanders. Es iſt auch nicht ein gleiche rechnung vmb die mauren/ dann es iſt kein gleich-foꝛmigkeit. Dann es mag nicht ſeyn daß der nicht in ein groſſe kranckheit fallet/ welcherö 6 zu den Mexiſchen baͤumen koſte-ſo haben ſie ein art der Roſen/ welche ſich an der farb enderet⸗ vnd das waſſer verderbet:welche blatw iſt/ die wird nicht bald warm. Es ſeind auch viel andere vnnd vnzahlbarli-che vnderſcheid/ voꝛab der wolrtechenden. Es ſeind auch der Palmbaͤum ſo vielerley ar-

ken/ daß man nicht anders vermeynet/ nicht nur ein bañ zuſeyn/ ſondern es werden eit-liche an dem holtz am aller mehꝛſten geprobieret: dañ Spieß darauß zu machẽ/ ſollen ſte

ſo gut ſeyn/ daß ſie auch ohn alles eyſen treffenlich ſtechen auch ſich weder biegen nochbrechen laſſen. Die aber ſchwartz/ ſeind etwas ſehoͤners. Die vꝛſach der farb iſt die ver-brennung der herte aber/ die ſteiffe auß einer reinen feuchte/ ſo wol geko chet. Dann waswolte hinderen/ weil das eyſen das ſich laſſet weichen vnnd ſe chmiden/ ſo krefftig ſtichtvnnd zertheilet/ daß nieht das holtz eben dergleichen thun moͤchtee Es ſeind aber die beinvnd ſtein auch gut zu ſolliehem brauch/ doch iſt das eyſen nicht von wegen der herte/ ſon-dern daß es ſteiff beyeinander bleibet/ etwas beſſre.+rr.

Es iſt auch daſelbſt ein art der Haſelnuſſen/ ſo lang vnnd mir holkaͤlen vnderſchei⸗ Manana

den/ auß welchen ſie guten Wein bereiten/ der doch nicht truncken machet. Es gedun-

cket mich er ſeye dem Palmbaum etwas gleich/ dieweil er an den zweiglinen die fruchtbringet/ vnnd nicht tregt ohn ein mennlein. Er wachſet auch allein in den aller hitzig-

ken canden/ darumb kan man jhn an keinem frembden oꝛt pflantzen.bird auch in der Inſel Hiſpana ein kraut gefunden/ Batata genannt/ deſſenbletker ſind wie Epphew/ vnnd ein wurtzel/ die alſo gut/ daß man ſie an ſtatt des Koꝛnsgebraucht vonnd ſoll das Brot/ ſo darauß gebacken wird/ ſo gut ſeyn/ daß es ſich den ku-auß Mandelkernen Zucker gemacht ſeyn/ vergleiche: dieſes kraut wach-die Ferberroͤte. Kommen alſo/ in gemein darvon zu reden/ etliche

Nahrung auß den Thieren /ertliche auß den Saamen ettliche auß den Fruͤchten/

etliche auß den Zwergen vnnd Gewechſen ſelbs/ ettliche aber auß den Wurtzlen: vndmoͤgen nicht meh ſeyn. Die von den Thieren komet/mag nicht genug thun:die Fruͤchtvnnd Gewechs moͤgen kein vollkommene nahrung geben. Derhalben wann die Saa-men nicht recht fuͤkkommenervolget gleich ein Thewre/ darnach Kranckheit/ vnd einmechtiger Sterben der Menſehen/ oder andere Schaͤden vnnd vnfaͤll. Darumb magman dieſen dingen an ſtatt der Saamen anderſt micht/ weder allein durch die wurzelHul kommen. Dieweil aber in vnſern Landen die Erden etwas kelters/ denn daß ſie die

urbzlen vollkoſſtenlich kochen moͤge/ muß man etwan ein gattung außleſen/ welchetreffenlichen warm vnd feucht/ auch voll feiß tes ol ſtecke/ darzu den ſaamen oder kleinewurtzlen ü gewiſſen lauffen der ſaren an einander ort ſetzen. Darumb thun die Ruͤbenvnd Carotten nicht genug/ dañ die erſten ſeind zu viel weſſerig/ die anderen gar jrꝛdiſch.

Sie haben auch in Peru ein andere art Brot/ ſo ſie Oca vnd Quinui nennen/ wel⸗ Gute frucht:

ches Saamen hat wie der Reiß/ vnd eee derſelbi-8 j gen