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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CLXIII
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3 der aber iſt vaſt zu der ruh vnd ſteiffe geoꝛdnet.

Dios Stebende Such. kt

N 5 Wann auch die Voͤgel vnd Fiſch/ von welchen doch ein groͤſſerer zweyffel/ſich be-wegen/ halten ſie den Athem an ſich/ vnd ſetzen den gantzen Leib ſteiff⸗ vnd vnderſtehen

mit den Fluͤglen vnd Gefider darzu zu fahꝛen oder zu fliegen. 5Vnd in gemein/ was ſie am anfang der bewegung thun/ behalten ſie/ ſo lang die be-wegung weret. Wie ſolliches zu anfang der bewegung etwas krefftiger denn hernach ge-ſchicht. Ob wir aber wol ſolliches angezeigt/ mag man doch wol darab zweifflen/ wan

wir nicht dieſes beweiſen vnnd vrſach geben/ welches doch Ariſtoteles vnderlaſſen. Es

geht aber alſo zu/ weil ein jede bewegung der Thieren/ ſo man die mit dem Leib verglei-

cet/ mit gewalt geſchicht/ muß man vmb des Leibs ſchwere ſich vnderſtuͤtzen. Man kan

ſich aber nicht vnderſtůtzen/ es ruhe denn elwas/ weil es muß getrieben ſeyn. Was abergetrieben wird/ das wird von einem ſteiffen ding getrieben/ damit man zuletſt an ein endkomme. Jch rede von denen dingen ſo fich ſelbs treiben/ darumb muß in der Thieren be-

5 wegung etwas ſteiffes ſeyn. Auß welehem abzunemmen/ daß dieſes in dem ſehweren be-

kanndelicher iſt/ denn in den leichtenin den ſchnellen mehꝛ denn in den langſamen: an-ſengklich mehꝛ/ denn ſo man etwas in der bewegung fürgefahꝛen. Alſo auch baß in denẽſo ſich nicht alle zeit gleich bewegen/ denn ſo ſich von der Erden auffſchwingen/ vnndin ſtetem lauff daher fahꝛen/ alß die Voͤgel vnnd Fiſche thun. Dann in allen voꝛgemel-ten dingen/ iſt ein groͤſſerer tryb der bewegung voꝛhanden/ darumb ſicht man auch dasvnderſtůtzen/ vnnd den ruhenden theil baß/ dieweil in den Voͤglen vnnd Fiſchen/ vonwegen angezeigter vrſach/ ſo die bewegung angefangen/ dieſe ding vaſt verboꝛgen. Dañdieweil die Voͤgel vnnd Fiſch leichtlich daher fahꝛen/ doͤꝛffen ſie eines kleinen trybs:des halben vermeynet man/ es ruhe in jhꝛer bewegung nichts an jhnen/ ſeye auch niehtſteiff. Dieſes iſt das erſte Fundament. V':Das ander iſt noch heiterer/ ſo viel den dunckelen handel belanget/ welches auch ſein

5 vrſach hat: Nemlich daß ſich alles von der rechten ſeiten her bewegt/ vnd ſolliches nicht

allein bey den vierfuͤſſigen/ oder zweyfuͤſſigen Thieren ſondern auch bey denen ſo garkeine Fuͤß haben/ bewegt ſich alles von der rechten in die lincke ſeiten. Es hat auch einvrſach/weil in allen Thieren die ein ſeiten wermer/ ſtercker/ vnnd beweglicher iſt/ die an-

darumb ſehen wir/ daß die ſo Burden tragen/ ringer hereyn tretten wann ſie auff duden.

gen auff der

Der lincken ſeiten/ denn ſo ſie auff der rechten tragen dañ wañ ſie auff der rechten trage/ aten dee

V 5 5 6 2 r dengehn ſie langſam vnd ſchwerlich daher. Darumb ſagt man/ es ſeye dieſe ſeiten ringferti⸗ ade 01 en getragen

ger vnd ſtercker denn die rechte. Dieſes nun iſt genugſam eroͤffnet vnnd erleuteret. Das weden.

. Nee nicht/ Warumb in allen Thieren die rechte ſeiten gleich ſeyee Wo villeicht nichtder Himmel/ oder das/ o ſich von der rechten ſeiten gegen der lincken bewegt/ die rechte

ſeiten zu wegen bꝛinge. Wir wollen ſolliches an einem anderen oꝛt anzeigen:es iſt genugdaß wir hie vermeldet/ daß demalſo ſeye. 2Das dꝛitte Fundament iſt daß kein blutreich Thier /mehꝛ den durch vier anzeigungein bewegung vollb inge. Vnnd widerumb iſt ein jedes Thier/ ſo ſich dureh vier zey-chen bewegt/ blutreich. Ich nenne dieſes zeychẽ/ durch welches die bewegung geſchieht-alß in den vierfuͤſſigen Thieren die Fuß /in den Schlangen die theil des geibs. Dannwann du die Schlangen ſieheſt daher gehn/ wirdſt du auch ſehen daß ſie ſieh bewegen/wann ſie innwendig vier verboꝛgene vnnd heimliche Fuͤß hetten. Alſo wirdauch in etlichen Fiſchen das Gefider ſeyn/ in den Voͤglen mit ſampt den Fuͤſſen auch

die fettich. Solliches můuͤſſen wir beweiſen vnnd anzeigen. Dieweil dieſe theil wider-anander(wie gemeldet) werden ſie noht halben zu einem ziel gerichtet/ welches denn

eder theil ende ift. Es iſt von dieſem ziel der anfang aller bewegung vnnd ruh. Solli-bes ſ das Hertz welches in den Gewechſen zu vnderſt ſtehet. In ettlichen Thie-95 alß in den Schlangen/ vierfuͤſſigen Thieren vnnd Fiſchen/ in der mitte. InVen zweyfuͤſſigen ſſehet es an dem obern theil. Dieweil ſie ſich aber naturlichen8 o i bewegen-

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