Das Siebende Buc. cerEs iſt auch acht vnd zwentzig grad auſſerhalben dem Kequinoctio in dem groſſenCherſoneſo/ vnnd dargegen vber in einer Inſel/ ein Vogel der die iſch friſſett dieſerdat ein ſchnabel wie ein Rab/ iſt ſchwartz/ vnnd hat kein pflaunfeder an ſeinem Leib/ eseind deren alſo viel/ daß man daſſelbig Geſtad darumb Patos genennet. Dann die Hi-
ſpanier nennen die Voͤgel/ ſo breite fuͤß haben/ Patos/ alß die Genß vnnd Endten: da-
umb moͤgen wir dieſen wol einen Merꝛaben heiſſen.'nBey der Inſel Zebut ſeind Vogel die Laganel genennet werden/ welche am ſehnabeliwas/ ſo den Zeenen gleich iſt/ haben/ mit denen ſie eſſen. Man ſagt daß dieſe den grof-en Balenen zum ſehlund eynfliegen/ vñ zernagen mit dem ſchnabel dieſen jhꝛe Daͤrm-Wir wollen nun zu gewiſſeren/ vnd neheren Sachen kommen. Ariſtoteles zeige an/ gidweibenwann man den jungen Schwalben jhꝛe Augen mit einer nadel zerſticht/ alſo daß hnen
der Stern außlauffet/ ſo vberkolnien dieſelben ſhꝛe Augen vnnd geſicht wider. Dieſes iſt
wah/ daß ich hab es an dreyen jungen Schwalben erfahꝛen. Etliche vermeynen/ die-
les geſchehe von des Schelkrauts bletter/ welche jhꝛe Elteren ihnen vberlegen. Ich weiß
dieſe es nicht/ aber ich vermercke genugſam/ daß dieſes viel mehꝛ auß krafft der Natur/
den jrgent auß eines krauts hilff ges chehe. Man findet auch viel malen in deren magenſteinlin: ich achte daß die trockne Nahrung zuſammen lauffe/ wie auch in der Men-chen Nieren. Dann fie eſſen mehꝛertheils gewuͤrm/ welche ein jrꝛdiſche Natur haben.
Oo iſt auch nicht minder zu verwunderen/ daß der Regel vogel/ wann man jhn an einHoͤltzenen bratſpiß ſtoſſet/ ſich von jhme ſelbs bratet: ſhꝛen viel haben ſolliches ſeinemelehten leib zugeben/ da doch denen/ die nicht viel groſſer ſeind/ ſolliches nicht begegnet.
n iſt noch groͤſſer/ daß man von der Nachtegallen anzeigt/ es hat auch ſolliches mein
Natter ſelbs bezeuget/ welches mir doch gar nicht in Siñ will nemlich wañ ein Nach-egal von einer Nateren auff einem baum ergriffen werde/ alſo daßſieß die Nater vmb
en baum wicklet/ ſo ſteig der Vogel allgemach mit kleglichem geſchꝛey herab in derlater maul/ damit er gefreſſen werde. Wann dem alſo/ muß es von wegen der foꝛchtond widerwertigen Natur/ darzu auß angeboꝛner erſtaunung geſchehen. Doch kan ichſolldogem biß ich es ſelbs geſich/ kein glanben gehen. N
Aanſagt/ es werde der Adler von dẽ Wachteln beleytet/ dieſes hab ich etwan für ein
Fabel gehalten. Wie ich aber von Calles in Flandern reiſſete/ weiß ich nicht/ ob mir einWunderzeichen oder etwas anders begegnete. Dann es iſt ein groſſer Adler neben mirhin geflogen welchem gleieh ſechs oder acht andere Voͤgel/ doch weyß ich nicht ob esKraͤen oder Raben geweſen/ nachgevolget. Es war ein zierlicher vnnd erſchrockenlicherVogel. Erſlog ſenfftigklich/ alß wan er ſich nicht bewegte/ daher/ doch gar ſehnell. Jchbab viel eyngeſehloſſen aber nie keinen ledig/ deñ dieſen einigen /geſehen.d. Jch hab auch etliche vberbleibende theil don einem Onocrotalo zu Zürich auff onoarotn.den Hof angehefftelgeſehen. Er hatt ein geelen Schnabel eines ellenbogens lang/ wolgeſpitzet zu vnderſt her tab er in der breite einer zwerch Hand groß vnnd an der hoheanch vaſf alſo: dafi er hatt ſchier ein Schnabel wie ein Diſtelvogel oder Stiglitz/ weder
lein daß er gar lang war/ wie geſagt iſt. Jch halte auch gewiß dafür/ daß kein Vogelanceoſtae, Shnaehbe Dañ ob 1 Vogel etwas groͤſſer deñ ein Schwan, bat er doch viel ein mechtigeren Schnabel/ dann ſeiner groͤſſe gezimmet/ iſt auch vielenger dender S toꝛchen ſehnabel/ auch gleichergeſtalt zimlich dick vnd breit. 5 voꝛ-wen leib iſt er den Huͤneren gleich/ doch gar weit/ alſo daß man eines Menſchen Kopfarmtit bedecken mochte. Die fuß ſeind den Schwanen gleich/ vnnd gar ſchwartz. ManAe in dem Zuͤricher See getödtet/ welcher an der Statt ligt/ auß welehem dieee fiese... 880. dean weiße wol daß dieſes ein Waſſervogel iſt/ der viel Fiſch frißt/ auch der groſ-demnach ſpewet er dieſe wider herauß/ vnnd lieſet zuſammen was gut iſt/ die 171 Aber
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