5 Das Siebende Buch. eerrbifdem Menſchen darumb ein lange Gurgel/ vnd ein groſſe Lung gegeben/ daß er ſingenmochte. Dañ alſo ſinget er vaſt allein/ vnd vnderſteht auch mit den Lefftzen der Vogel
geſang zu vollbe ingen.„ ͤ„„Es iſt auch in den Voͤglen nicht ein kleine geſcheidigkeit. Dann es ſagt Albertus/ erHabe ein Adler geſehẽ/ welcher jhm hat die Kraͤen vnd Atzlen oder Aglaſter laſſt en die fe-ereaußrupffen/zuletſt hat er ein Aglaſter erwůſchet vnd gefreſſen Diß geſchicht meh-kertheils wañ ſie von alter oder einer anderẽ kranckheit ſehwach ſeind: dañ ſt onſten doͤꝛff-ten pm dieſe Vogel ſolliche Schmach mechtbeweſenn 5Die Tauben geberẽ gemeingklich zwey Eyer/ Zu erſtẽ ein meñſein/ darnach ein weib-lein: alſo iſt die Natur in derſelben art zu erhalten gantz weißlich geweſen/weil es ein miltEs lehꝛen die Schwalben ſhꝛe jungẽ den kot für das Neſt auß zu werffen. Die Genßom men bey gantzen ſchaaren daher/ damit ſie voꝛ den Adleren moͤchten ſicher ſeyn. Esind auch deren ſo viel/ daß jhꝛen vber die tauſendt miteinander auß den kaltẽ Landen inTeutſchland fahꝛen. Es iſt auch gewiß/ daß die Hauen in dem krehen miteinanderkempffen/ vnnd laſſet ſich nicht bald einer von dem anderen vberwinden. Die Stoꝛchentziehen jhꝛe vaͤtter die Kranich legen oꝛdenlich Stein zwiſchẽ die Eyer/ damit ſie nichterderben. Sie nenen auch dieſen wie ſie hn ohngefehe finden/ villeicht wurden ſie/ ſonen zeit oder ſonſt gelegenheit geben tburde ein beſondere art darzu erwehlen. Auicen-na ſagt/ er habe ein Atzel oder Aglaſter geſehẽ/ welche das fleiſch der Nachteulen/ ſo ihredar gebotten/ mit dem ſchwantz weg geſtoſſen habe: dieſelbige liſet auch Eichlen zuſam-men/ vnd behaltet dieſe biß auff den Winter. Doch ſeind diefes jhꝛe gewohnheiten. Nunwollen wir auch etwas von jhꝛer Natur vnd Eigenſchafft anzeigen.
nder den Voͤglen ſeind einander gefreundt die Krae vnd Reiger/ der Wegkoͤndte Bögtenvnd Lerch/ Gelfinck oder Hemmerling vnd Gilbling/ darzu der Goll⸗ Goldgeyr/ vñ NOhꝛenwey oder Huͤnerahꝛ. Die Fledermeuß in Teutſchlanden haben huff an ellenbo-Jen/ vnd in den fluͤgeln Fuͤß vnd Bein. Die Coꝛten huͤner legẽ zwey mal im Tag eyer/alſo daß ettliehe von jhꝛer fruchtbarkeit wegen verderbẽ Man ſicht die erchen/ Wach-deln on Schnepffen /auff einem Baum /darzu gar ſelten ein Rephun. Es iſt dieſes garn aldsch wie geſagt)alſo geyl/ daß er zu zeiten vod groſſem mutwillen deTV 5Es werden auch auß den Atricapillen vnd Sehwattzherigen(nach Ariſtotelis mey-kung)vmbd Herbſt zeit Schneppẽ oder Schnepffen. Solliches zeiget an/ daß ſie in mit-va halb geendert geſ ehen werden. Weil man ſolliches in Melanocephalen oderSchwartzk opffind/ſo in den Vogelheuß linen ernehꝛet werde/ nicht ſicht/ meynet man5 tube da ß es Atricapillen ſeyẽ/ſondern es weren die Melanocephalẽ vnder dieſen begrif-Faſond ſchen keins twegs einerley Vogel doch moͤgen ander Leut datvon vꝛtheilt. Derlet Auverwundere ſich in einẽ weiſſen tuch ab ſeiner geſtalt/ alſo daß er in das Gatn fal-iſt e leſes geſchicht jm von ſeines bloͤden geſichts wege/ vñ daß es ein einfaltig Thiercker ,t auch gewiß/ daß ein Struthtocamel od Strauß herte ding frißt/ doch ſch lu-eter viel lieber die Bein vnd Stein ſo in kleinen ſtücklinen zertheilet/ denn das Eyſen.in ei wer anderem iſt auch des Kuckucks natur vnd vꝛſpꝛung wunderbar: dann weil erDoanem frembden 55 aufferzogen wurd er auch von den kleinen Vögelein ernehꝛet.N 0 ſagt Autcenna⸗ Er habe dieſen in eines kleinen Vogelins Neſt geſehen⸗ ſo indan„uwohnet. Vnd ob wol dieſes gar klein vnnd der Kuckuck wie ein Taub geſe-al gepeerdoe von dieſem ernehꝛet woꝛdẽ. Es ſeind auch in dẽ Voͤglen wunderwerck
105 leſes von der Ganß/ welche Albertus(wie er bezeuget) geſehen hat/ mit einem zweoe eigen amen alf da mau vamepnck werenandere auff ſhꝛ truͤge. Sie hat aber nicht lang gelebt/ wie wir die vrſ⸗ ach an
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