Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
Seite
CCXLIII
JPEG-Download
 

Sas Siebende Bucht.ondandgen Wuſt ABaß man oberdiecrſtearknoch fäſth in inem eg indem Back-ofen eynſch leußt vnd bereitet/ iſt es nicht ein vnanmůͤtige Speiß: doch ſoll man ſie mitPfeffer Zimmet/ egelein/ Saffran/ vnd anders dergleichen anmachen.

Die Apuen/ Aphien oder Meergrundelen wachſen auß dem Meerſchaum: deshal⸗ File Neun

ven werden ſie von dem Regen ſehꝛ gemehꝛet rettliche aber werden von der Sardinenoder Meergroppen ſaamen/ welcher auff den Sand gefallen iſt. Darumb werden außdieſen wider Sardinen vnnd Groppen/ aber gar ſehlecht/ alſo daß dieſe wachſung derSeydenwuͤrmen vꝛſpꝛung nicht vaſt vngleich iſt. Die Meeraſchen oder Grundelẽ ſeindden Meeraleten oder Sardinen an der geſtalt nicht vngleich/ vnd an der groͤſſe den He-ingen: doch ſind weder Eyer noch ſaamen in ſynen: anfengklich haben ſie groſſe Koͤpffvnd Augen/ alſo daß fie ſcheinen/ alß wann nichts an jhnen were. Sie leben ohn vnder-

E tur

laß in der Foꝛcht/ darumb hauffen ſie ſich zuſammen wie die Algen. Es ſeind auch de-

ten ſo viel/ daß ſie zu zeiten ein Schiff an ſeinem lauff verhinderen: vnd das iſt die vꝛſachdaß ſie bey einer ſo vnſeglichen zahl gefangen werden Alſo daß Rondelletius bezeuget/o haben zwen Fiſcher auff einen Tag bey fuͤnfftzig Goldteronen an jhnen gewonnen.Sie thun ſich auch nicht allein auß foꝛcht halben ſo nahe zuſaſ̃en/ ſondern villeicht/

weil ſie wenig natůrlicher werme haben/ erhalten ſie einander/ darumb ſterben ſie bald

ie wach ſen auch bald auß jhnen ſelbs wider/ wie wir denn ſolliches bey vns an den Froͤ-

chen ſehen. Alſo werden ſie auch von wegen der vielfaltigen feißten feuchtigkeit von

nen ſelbs in den Schifftinen zu ol/ welliches die Fiſeher an ſtatt der Liechteren gebꝛau-chen. Dieſes Thier iſt aller anderen Speiß/ wie auch der Balenem darumb hat die Na-ur dieſe mit hauffen geben ſie beſchirmen ſich auß beſonderem gluͤck/ weil ſie ſich in al-

eb mitte verbergen/ dann ſie haben ſonſt kein andere hilff. Es iſt noch ein andere art auß

Nieſen/ die gar klein iſt/ welliehee ich zu Genua geſehen/ ſind doch wenig nutz. Man hat

erſt in dieſem jar in vnſerer Statt/ mit groſſer begierd angefangen ein gewinn daran zuuchen. Sonſt iſt noch ein andere art/ die wir lang im Brauch gehabt/ welehe man En-

craſichole nennet/ alß wann ſie jhꝛ Gall in dem Kopff hetten darumb bringt man dieſeohne Koͤpff zu vns in einem Saltzwaſſer eyngemachet/ vnnd wird von den Meylendi-

ehiona geheiſſen/ in welchen auch kein Eyngeweid mehꝛ iſt. Dann wannen den Kopff hinweg thut/ ſo reiſſet man alles Eyngeweid darmit herauß:och nicht glauben alß wann die Gall in dem Haubt lege/ ſondern man

gen. Dieſe haben von den Sardinen einen vnderſcheid: dann die Sardinen mehyen ſichdurch einander/ vnnd kommen von den Eyeren/ ſeind auch groͤſſer vnndbleicher auchmicht alſo angenem/ weil ſie hertere grade vnd ſtachel an jhnen haben. Weil dieſe Apuenoder Stintzen noeh friſeh ſeind/kennet man ſie wol/ dann ſie haben ein langen ſtrich/ ſoerwas dunckel/ vnnd ſich nach der lenge außſtrecket. Sonſt iſt noch ein andere art/ die

vonn im Sele daſſe enden im trockenen Salt zuonabunget welche mn

von der ſilberen farb her/ Silber nennet/ dieſe iſt noch ſehlechter/ vnnd hat 0ch er denn die Encraſi an erken-

geoſſe dann etliche ſeind groſſer etliche kleiner denndie Enet alle arten der Apuen oder grundelen an dieſem b ſie we

ein Milch nennen/ in ſhnen haben. Es hat aber vgemeinen nafien für Milch) von dem ſaamen e en fei85 ſſet iſt/ dar icht gleublich/ daß dieſe alle heraͤuß

ſſſe Wannen gſie ohn en ant bestehn vnd zuſamſten gehaltenmerten. Alo hat man durch dieſes Argument erfaſſoiſt gewiß⸗ daß die Ael nicht von den Wiſelen oder Olrupen kom̃en/ dieweil ſie

natur vnnd geſtalt ein groſſen vnderſcheid haben/ wie wir hernach beweiſen woͤllen:

Auch nicht auß den Eyeren oder ſaamen/ dañ am ſelben iſt kein zweiffel/ ſondern auß ei-r ij ner feuch-

n demſelbigẽ oꝛt herauß/ ſonſt moͤchte man es nicht kom̃lich zu wegen bein-

rfahzen/ daß die Ael nicht auß den Eye-

4 a