Schmelzmaterialien, Kali.
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Pottasche.
Russische RotheMittel ameri-mehrerer kanischeUntersuchun- nachgen nach Pssier
Weißgebrannte Raffinirte Pottasche
Amerikanischenach Mayer
Schleinyekohte(snliu) nachTissandier
Von
Cour-
rieres
nach Tis-sandier ausChlorkaliumvon Kalk bei
Pe
isier
Ik.
IIL.
1 .
II.
Köln
Kohlens. Kali
69-7
68-1
47-1
19-4
44-3
170
92-9
82-7
89-4
Schwefels. Kali
14-1
15-3
4-0
16-1
5-7
5-8
1-4
3-5
2-1
Kalihydrat
—
—
49-6
44-4
—
—
—
—
—
Chlorkaliuni
2-1
8-2
20
5-6
18-9
33-8
3-4
5-8
40
Kohlens. Natron
3.1
5-9
1-4
8-2
13-5
23-5
1-9
7-9
4-1
Unlösl. RückstandWasser
1-3
8-8
8-4
_
13-5
40
12-1 t7-7 t
0-4
0-2
0-4
S9-1
100-9
98-7
93-7
99-9
S9-9
100-0
100-1
100-0
Der Carnallit, oder vielmehr das aus demselben gewonnene Chlorkalimn,wird in neuester Zeit ebenfalls in großem Maßstabe auf Pottasche verarbeitet.Das Chlorkalimn wird zunächst in schwefelsaures Kali, dann durch Glühen mitkohlensaurem Kalk und Kohle in kohlensaures Salz übergeführt. In bedeutenderQuantität produciren aus diesem Material eine, wie die letzten Kolumnen vor-stehender Tabelle zeigen, vorzügliche, hochgradige Pottasche, Vorster und Grüne-berg zu Kalk bei Deuz.
Auch aus Wollschweiß wird neuerdings eine Art Pottasche gewonnen, doch istdiese arm an kohlensaurem, reich an schwefelsaurem Kali.
Die obige Uebersicht analytischer Untersuchungen verschiedener Pottaschenzeigt, wie schwankend der Gehalt an Kali, wie überhaupt an für die Glasindustriewerthvollem Salz, in der Handelswaare ist, es sollte daher Pottasche, ist manihrer Quelle nicht vollkommen sicher, nie ohne vorhergehende analytische Prü-fung gekauft werden. Die meisten Pottasche benutzenden Hütten in West- undMitteleuropa (neuerdings nur noch die böhmischen und Bleikrystall sowie optischesGlas producirenden Etablissements) unterwerfen die Pottasche des Handels, vor derBenutzung, einer nochmaligen Reinigung, bei welcher man neben der Beseitigungder letzten erdigen Bestandtheile die Abscheidung des Kalisulphats und Chloridsbeabsichtigt. Zu diesem Zwecke wird die Handclsasche in geeigneten Gefäßen(eiserne sind möglichst zu vermeiden) mit dem gleichen Gewichte kalten Wassersübergössen, in dem sich vorzüglich das zerfließliche kohlensaure Salz löst, währendvon dem schwerer löslichen Sulphat und Chlorür der größte Theil ungelöst zurück-bleibt. Die gewonnene Lauge überläßt man der Ruhe, bis sie sich geklärt, dannwird sie abgelassen und eingedampft, bis sich auf ihrer Oberfläche eine Krystall-kruste zeigt. Läßt man nun erkalten, so schießt der größte Theil des noch inLösung übergegangenen Chlorkaliums und schwefelsauren Kalis in Krystallen anund kann durch Ausschöpfen beseitigt werden. Nach Erforderniß kann, nachweiterem Eindampfen und Erkaltenlassen, das Ausschöpfen von abgeschiedenen