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Schmelzmaterialim. Eisenoxyde. Uranoxyd.
liche, das Oxydul eine bonteillengrüne Färbung ertheilt. Außer den angeführtenkommt noch eine Blaufärbung durch Eisen im Glase vor, auf die zuerst Gmclinin antiken! Glase aufmerksam gemacht st, und liefert das Eisenoxyd in Schmelz-gläsern ein feuriges Orange. Nach Untersuchungen Msne'sst, an verschieden-gefärbten Hochofenschlacken und französischem Bouteillcn- und Fcnsterglase, ent-sprechen die durch Eisenoxyde ertheilten verschiedenen Färbungen verschiedenenOxydationsstufen des letzteren, und geben:
6k?sO .... Schwarz
3I's0 2r'sS0s .... BlauksO .... Grün
.... Gelb
I'sO Zks^os .... Orangeroth.... Purpurroth
Die Behauptung, daß die Oxyde des Eisens in verschiedenen Verhältnissengemengt alle Färbungen des Glases hervorzurufen im Stande seien, ist bereitsfrüher von Bontempsst aufgestellt worden, und wird durch Msne's Unter-suchungen bestätigt.
Einigermaßen erwünscht können die Oxyde des Eisens nur dem Bontcillen-fabrikanten sein, da die Silicate derselben leicht schmelzbar, und daher die erhär-tende Wirkung der in das ordinäre Glas übergegangenen Thonerde zum Theilzu paralysiren im Stande sind. Wie manganhaltige, so erleiden auch durch Eisen-oxydul grünlich gefärbte Gläser (ordinäres Tafelglas) im Sonnenlichte eine Farben-veränderung, indem sie gelb werden. Nach Pslouze treten hierbei Eisenoxydulund das im Glase stets vorhandene schwefelsaure Natron in Wechselwirkung.Letzteres giebt an das Eisenvxydul Sauerstoff ab und wird zu dem sehr intensivgelb färbenden Schwefelnatrium reducirt. Die Wärme bewirkt auch hier dieentgegengesetzte Reaction, d. h. sie läßt wieder Eiscnoxydul und schwefelsauresNatron entstehen. Durch die Analyse wurde diese Erklärung bestätigt, da in demdurch Insolation gelb gewordenen Glase ein zwar geringer, aber merklicher Gehaltvon Schwefelnatrium nachgewiesen wurde, der vor der Einwirkung des Sonnen-lichtes nicht vorhanden gewesen war st.
Eine eigenthümliche Färbung ertheilt dem Glase das Uranoxyd, dashauptsächlich aus der Pechblende (dem Uranpecherz), unreinem Uranoxydnl-oxyd (II 0,1)2 Ost, das sich namentlich in Böhmen zu Joachimsthäl und Pribramund zu Johanngeorgenstadt und Annaberg in Sachsen findet, gewonnen wird.Dem Bleikrystall zugesetzt soll es demselben nach Bontempsst ein reines, völligdurchsichtiges Gelb ertheilen, in dem böhmischen Krystall (Kalikalkglas) dagegen,erzeugt es eine etwas,'getrübte, durch Fluorescenz grünlich schimmernde, gelbe
1) Ooinwsntat.^OöttiiiASns. V. II. (1780).
2) Ooinxt. rsllä. (1867) 83, 797.
ch Dingler's Journ. 114, 394 nach killt. (3) ZZ, 439.
st 6ompt. rsiill. 64, 53 (Polytechn. Centralblatt 1867, 331).
st (Inicks ein vsrrisr, p. 556,