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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
Entstehung
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97
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Dinasteine. 97

I. Aus dem Vnls

Kieselsäure

Thonerde

Eisenoryd

Kalk

Alkali

Wasser

ol Ilsatll . . .II. Von einem be-nachbarten Fund-

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Es wird gewöhnlich schon auf den Steinbrüchen selbst zwischen gerieftenWalzen gröblich zerquetscht, das Feinpochen dagegen meist auf den Ziegeleien vor-genommen; die gepochte und abgesiebte gröbliche Masse, von Sand- bis zu starkerErbsengroße, auf Formsteine verarbeitet, während das durch das Sieb durchgehendeFeine als Zusatz zum Mörtel für die Bermauerung dieser Steine Verwendungfindet. Als Bindemittel für das gepochte Material, im Wesentlichen Quarzpulver,dient in den „vinas strioirs" ein Kalkzusatz von 15 bis 2'0Proc., der der Massein Form von Kalkmilch durch wiederholtes Durchschaust!» incorporirt wird. DasFormen der Ziegel aus dem feuchten Gemenge geschieht mittelst einer Handpressein eisernen Formen zu je 2 Stück, und werden die fertig gepreßten Steine dannauf eisernen Platten, in einer geheizten Trockenkammer, circa 24 Stunden getrocknet,schließlich 6 bis 7 Tage hindurch scharf gebrannt st. Das Product dieser Fabrikationin ausgezeichneter Qualität von N. B. Allen L Comp. (Marke „Allen") zuHir-vain beiAberdare (Glamo.rganshire) geliefert, und unter anderen von E. Schmidtin Essen stets in bedeutenden Quantitäten auf Lager gehalten, sind parallelwandigcoder keilförmige Steine von gewöhnlichem Ziegelformate. Sie zeigen bei bedeu-tender Härte bröckeligen Bruch, sind scharfkantig, von körnigem Gcfüge, und lassenauf dem Bruche in einer gestatteten gelblichen feinen Bindemasse erbsengroße scharf-kantige weiße Quarzfragmentc erkennen. Nach Bischof's Bestimmungen st sinddie weißen Dinasteine, selbst bei „annähernder Platinschmelzhitze", unschmelzbar,zeigen sich nach Einwirkung derselben fast unglasirt, und nur die die größerenQuarzfragmentc umschließende Bindemasse zeigt ein Ansehen, als sei sie in Oelgetaucht. Nach circa lOMonate langer Verwendung im Gewölbe des Siemens'-schcn Ofens hiesiger Hütte, ließen solche Steine auch sehr geringe, und nur aufeine Tiefe von etwa 0'5 bis 0'7 om von der Oberfläche in den Stein hineinerkennbare Veränderungen ihrer Masse erkennen. Eine sehr oberflächliche partielleSchmelzung ertheilte, auch in diesem Falle, ihnen das von Bischof beschriebeneölige Ansehen. Nach Untersuchungen im Laboratorium des österreichischen Probir-amtes st, wurden an Proben englischer Dinasteine die folgenden Zusammen-setzungen gefunden, und zwar I. an einer Durchschnittsprobe aus der ganzen Stein-masse; II. an einem aus der Bindemasse gelösten größeren Quarzstücke; III. an demgelblichen Bindematerial, das den Stein Zusammenhalt.

st Polytechn. Centralbl. 1873, S. 1180, nach Wiborgh in Jern KontoretsAnnale 1873, S. 97.

st Diuglcr's Journal (1872) 203, 120. Ein ähnliches deutsches Fabrikat steht nachBischof's Untersuchungen dem englischen an Feuerbeständigkeit nach.

st Polytechn. Centralbl. 1872, S. 887 nach Jahrb. d. k. k. Bergakademien Przibraniund Leoben.

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