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Fehln im Glase.
schende Rathlosigkcit findet dann auch ihren entsprechenden Ausdruck darin, daßfast Jeder, der sich über die Ursache der Entglasung auszusprechen Gelegenheitgenommen, einem anderen der wesentlichen, oder accessorischen Bestandtheile desGlases die Hauptschuld beimißt und auf Herabsetzung des Quantums von solchemBestandtheil im Gemenge, resp. auf seine Beseitigung aus demselben, glaubt dringenzu müssen, wenn die Entglasung vermieden werden soll.
Eine andere Art des Krätzigwcrdens, hat ihre Ursache in mangelhaftdurchgeführter Schmelzung, bei der einzelne Sandkörner ungelöst dem Glase bei-gemengt blieben. In solch schlecht durchgeschmolzenem, auch wohl als „sandig"oder „höckerig" bezeichnetem, fehlerhaften Glase erscheinen die ungelösten Quarz-körner milchweiß, und sind meist von einer dünnen Schicht kicselsäurercicheren,daher härteren, und einen von dem der übrigen Masse abweichenden Lichtbrechungs-coefficientcn besitzenden, Glases umgeben, die sie innerhalb der Glasmasse nochdeutlicher ins Auge fallen läßt. Kommen solche Quarzkörner der Oberfläche deszu fertigenden Objectes nahe zu liegen, so zeigen sie sich auf letzterer als kleine,glatte Höcker. Die Ursache des Zurückbleibens derartiger, ungelöster, oder nuroberflächlich verschmolzener Quarzpartikel kann eine verschiedene sein. Entwederist das Gemenge nicht mit der erforderlichen Sorgfalt gemischt worden, es sind,in Folge dessen, größere Portionen Sand unvcrmischt beisammen geblieben, imHafen zu Boden gesunken, und haben sich hier vorläufig abgelagert. Erst beimLäutern wieder aufgetricben, haben sie dann nicht die genügende Zeit gefunden,sich völlig zu lösen. Oder aber, und dieses ist der gewöhnliche Fall, das Zubodcn-sinken des Sandes ist dadurch bewirkt worden, daß beim Eintragen des Gemengesdie Temperatur des Ofens eine zu niedrige war, daher das Alkali zwar insSchmelzen gcrieth, auf die relativ große Menge Sand aber von vorne herein nichtenergisch genug einwirkte, und dadurch eine Sandabscheidung ermöglichte. Hateine derartige Scheidung von Sand und Basen aber erst einmal stattgefunden, soist eine nachträgliche Correction, namentlich in dem in solchem Falle so schon zukalt gehenden Ofen, kaum durchführbar, und es erscheint daher gerathen, statt durchübermäßige Verlängerung des Heißschürens, die doch nur von fraglichem Erfolge,Zeit zir verlieren, das krätzige Product auszuschöpfen, und als beschränkte Zusätzezu frischem Gemenge, in späteren Schmelzen zu verwerthen. — Nach Bontemps^soll sich, bei, vor dem Verschwinden der Galle des ersten, gemachtem zweiten Ein-trage, der Sand mit einer Sulphatschicht umhüllen, und diese dann seine Lösungverhindern; solche Annahme entbehrt indeß jeden zu derselben zwingenden Grundes,da das Nichtgclöstwerdcn des Sandes auch ohne dieselbe vollkommen erklärlich ist,bisher Niemand die Existenz derartiger sulphatumhülltcr Sandkörner im fertigenGlase nachgewiesen hat, und es nicht klar ist, wie solche, doch flüssige Sulphatschicht,wäre dieselbe selbst vorhanden, den Sand gegen den Einfluß der Carbonate oderSulphüre schützen sollte.
Zu kalt gehendem, namentlich vor dem ersten Eintrage nicht auf genügendeDurchwärmung aller seiner Theile gebrachtem, Ofen ist dann auch ein andererFehler des Glases, das Durchsetztsein desselben von unzähligen ganz feinen Bläs-
i) tluicks clu vsrrisr, x. 192.