Optisches Glas: die Schmelze. 201
mit sich erhitzendem Metall, welche es unbedingt verderbet! wurde, bewahrt bleibt,bedient.
Der Gniuand'sche Rührhaken, bereits in dem Vertikalschnittc des Ofens(Fig. 67) in der Art und Weise seiner Anwendung erkennbar, in bcistehcnder Fig. 68in größerem Maßstabe wiedergegeben, besteht aus zwei Theilen: dem hohlen,
Fig' 68.
nuten geschlossenen, oben mit wnlstförmigcm, oder ausgebogencm Rande versehenenThoncylinder F, und dem mit circa 2'5 m langem Ftthrnngsarme s verbundeneneisernen Haken A, dessen herabgebogenes, 5 bis 6 om inr Ouadrat starkes Endein die Höhlung von L paßt.
Soll das erste Umrühren der gahrgeschmvlzenen Blasse beginnen, so wirdder, vorher aufgctempcrte, und sorgfältig von anhaftendem Staube und losenThonpartikeln befreite Thoncylinder 1? zunächst in den Halsansatz des Hafensgebracht, und hier in horizontaler Lage belassen, bis er volle Ofentemperaturangenommen; dann mit seinem geschlossenen Ende in das Glas getaucht, der eiserneHaken, dessen schwerer Führungsarm, bequemer Manipulation wegen, auf einevor dem Ofen angebrachte, um ihre horizontale Achse, sowie mit dieser um einenverticaleu Träger nach rechts und links drehbare Rolle aufgestützt ist, in die Oeff-uung des Thoncylinders eingeführt, und letzterer, damit auch er eingeglast werde,bis nahe unter seinen verdickten oder umgebogenen Rand in das Glas eingetaucht.Der hohle Thoncyliuder ist leichter als das flüssige GlaS, hebt man den Haken,der ihn hinabgedrückt hat, so steigt er somit in die Höhe und wird dann, damiter nicht umkippe, und Glas in seine Höhlung eindringe, mit seinem Rande, aufdie Kante au der EinmündungssteUe des Halsansatzes in den Hafen aufgestützt,der Führungshakeu aber wieder aus dem Hafen entfernt. Bald erweist sich nunder Rührcylinder gleichmäßig mit Glas überzogen, der Führungshaken wird vonNeuem in ihn gesteckt, und das Durchrühren des geschmolzenen Glases, bei dem