Bouteillenfabrikation. 235
Gemenge: berechnete Glaszusammensetzung:
Sand.100 Thle. Kieselsäure.... 69
Kalkstein. ... 65 „ Kalk.25
Sulphat .... 25 „ Natron.6
190 Thle. 100
Bei sehr thonerdereichem Sand, oder Kalkmergel, würde je nach Bedürfniß, auf dieAnalyse der Rohstoffe gestützt, der Satz weicher gestellt werden können st.
Ein schätzenswerthes Material für die Grünglasfabrikation liefern, wie bereitsan früherem Orte (S. 63) erwähnt, manche Silicatgesteine, so Feldspathe, Pho-nolite, Basalte, Laven und trachytische Gesteine, über deren Zusammensetzung, anangezogener Stelle, eine Uebersicht gegeben; aber auch diese Gesteinsarten bedürfen,da ihre Zusammensetzung eine, selbst an ein und demselben Fundorte nicht ganzconstante, einer, ihrer Verwendung vorhergehenden, und sobald der geringste Ver-dacht vorliegt, daß die Zusammensetzung des Materials sich geändert haben könnte,sich wiederholenden analytischen Untersuchung.
Meist werden Basalte, Laven und ähnliche Gesteine von den Glashütten nurals Zuschläge benutzt, da sie, für sich verschmolzen, dem Glase oft eine unliebsamdunkele Farbe ertheilen, daß aber, zunächst abgesehen von der letzteren, auch eindirectes Verschmelzen derselben mit Passenden Zuschlägen möglich, liegt auf derHand, und diene die nachstehende Zusammenstellung einer Grünglascompositiondieser Art als Beispiel. Gesetzt es handelte sich darum, ein trachytisches Gestein,z. B. den von Bischof untersuchten Trachyt von der Wolkenburgst für dieFlaschenglasfabrikation nutzbar zu machen, so ist seine Zusammensetzung:
Nach Bischofes Analyse:
in, für unseren Zweckgenügenden, abgerundeten Zahlen:
Kieselsäure . .
. . 62-38
62'4
Thonerde. . .
, . . 16-88
16-9
M-
Eisenoxyd. . .
. . 7-33
7'3
tten
Manganoxydul,
. . . Spur
—
auf
Kalk . . . .
, . . 3-49s
ate-
Magnesia. . ,
. . . 0-82/
4 3
ische
Natron. . . .
, . . 4-42 s
ioh-
Kali.
, . . 2-94/
7 3
üge,
Wasser. . . .
> . . 0-87
reis
auf
meu
99-13
. MitZuschlag von 70 Thln. rohem Kalkstein und 60 Thlu. Sand, auf 100 Thle.
vcr-
Trachyt, verschmolzen, müßte
er somit ein Glas ergeben, dessen Zusammensetzung:
st Ei» jüngst auf einer deutschen Bouteillenhütte, auf meine Bitte, mit dem etwasuno weicheren Gemenge: 100 Thle. Sand, 60 Thle. Kalkstein, 30 Thle. Sulphat und 2 Thle.
allen Kohle angestellter direkter Versuch im Großen, ergab, bei nur schwach eisenhaltigem
inen Lande „ein schönes lichtgrünes Glas, nur war dasselbe hart schmelzbar uud etwas steif
istte: ^ der Arbeit;" ein Uebelstaud, der bei eisenreicherem Material und dem üblichen Braun-
p steinzusatze wol nicht mehr hervortreten würde,
st Chemische Geologie 3, 347.