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Bleikrystall: grüner und gelber.
Recapitulirt man die Ergebnisse der vorstehend aufgeführten Arbeiten, undnimmt hinzu, daß nicht nur, wie das bereits Schwarz nachgewiesen, der Avcn-turin, sondern ebenso, wenn auch in schwächerem Grade, nach Ebcll, auch dasHämatinon aus alkoholischer Höllensteinlösung metallisches Silber, unter Abgabevon Kupfer, abschied, so wie, daß Zinn und Eisenfeile aus Kupferoxydlösungenwohl metallisches Kupfer, nicht aber Oxydul zu fällen vermögen, so kann es nichtwohl mehr zweifelhaft erscheinen, daß wir es in den Kupfergläsern nicht mitOxydul, sondern mit metallischem Kupfer zu thun haben, und zeigt sich danndie auffallendste Analogie des Verhaltens zwischen diesen, und den früher abge-handelten selber- und goldhaltigen, und durch diese Metalle gefärbten Glasmassen.Daß sich das Kupfer nur schwer als regnlinisches Metall, leichter frisch durchRcductionsmittel innerhalb der Glasmasse gewonnen, im „statms nasesncli",löst, hat nichts Auffallendes, genügt doch schon die atomistisch feine Zerthcilungdes sich rcducircnden Metalls in der Glasmasse, um die leichtere Aufnahme zuerklären. Dem heutigen Stande der Frage nach beruht dann, wie das Ebellals Schlnßrcsultat seiner Untersuchungen zusammenfaßt, die Summe von Er-scheinungen in dem mit Knpfcroxyd und Reductionsmitteln geschmolzenen Glase,auf der Ausscheidung metallischen Kupfers, die, soweit das Mikroskopdieses zu verfolgen gestattet, krystallinisch erfolgt. Je nach den diese Aus-scheidung beeinflussenden Umständen, ist die Form des abgeschiedenen Metallseine verschiedene, und bewirkt hierdurch bald die durch feinste Krystallabschcidungerzeugte durchsichtige Rothfärbung, bald, bei gröberen Krystallisationen, die Bil-dung des Hämatinon und Aventurins, endlich, bei rcgulinischer Absonderung desMetalls, das Lebrigwcrden des Glases.
Das Grün im Blcikrystall wird, so gut wie ausschließlich, nur in derMasse gefärbt Hergestellt. Die, die verschiedenen grünen Töne liefernde» Oxydeder Schwcrmetallc, sind bereits bei Besprechung der gefärbten, blcifreicn Gläseraufgeführt worden, und wie in jenen, so liefert auch hier das Kupferoxyd einkaltes, blasses Blaugrün, das Eisenoxyd»! einen ins Bräunliche fallenden Ton,das chromsaurc Kali ein leuchtendes, ausgesprochen ins Gelb hinüberziehendes,Grasgrün. Einen angenehmen warmen Ton, von nicht übertriebener Tiefe,giebt ein Krystallgcmcnge, dem auf 100 Thlc. Sand 3 Thlc. Eisenoxyd und0'75 Thlc. Knpfcroxyd zugesetzt wurden. Bei Verwendung von saurem chrom-sauren Kali, ist dem Zerkleinern dieses Salzes, sowie innigem Mischen desselbenmit den übrigen Gcmengcbcstandthcilcn, besondere Sorgfalt zuzuwenden, soll dassich, wie wir gesehen, aus diesem Salze beim Glühen abscheidende, schwerlösliche,krystallisirtc Chromoxyd nicht in Form dunkeler Punkte im Glase suspcndirt blei-bend, den Krystall verderben. Ein schönes, leuchtendes Grün dieser Art theilt demerschmolzenen Krystall ein Zusatz von 2 Thln. Kälibichromat und 0'75 Thln.Kupferoxyd auf 100 Thlc. Sand des üblichen Gemenges mit.
Das Gelb wird auch auf Krystall durchgängig durch Lasiren hergestellt,über dieses aber wurde bereits a. a. O. (S 290u. ff.) das Erforderliche angeführt.
Zu einem schwarzen weichen und leichtschmclzbarcu Glase empfiehltFlamm das nachstehende Gemenge: