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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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370 Fensterglas: Zusammensetzung.

ständig an sich zu reißen drohten. Ist nun auch, die bisher und auch wohl füralle Zeiten erreichbare Maximalgröße und Starte der Walzenglastafeln eine durchdie Technik ihrer Herstellung in engere Grenzen eingeschränkte, als die für diegegossenen Tafeln, andererseits eine Ebenheit der Oberfläche, wie sie der Schliffliefert, durch Strecken des Cylinders nicht erreichbar, so hat doch der Wetteiferbeider Fabrikationszweige eine Vervollkommnung der Walzenglasfabrikation, auchiu diesen Richtungen, ins Leben gerufen, die selbst dem Concnrrenten die größteAchtung abnöthigt, und die es, da die Tafelglasfabriken weit billiger zu arbeitenvermögen, wenigstens zweifelhaft erscheinen läßt, ob sich die Ansicht, die sich nachWagner's Mittheilung st in der Glasjury der 1867er Weltausstellung Bahngebrochen haben soll, „daß bevor zehn Jahre vergangen, das Spiegelglas in denWohnungen der wohlhabenderen Stände au die.Stelle des gewöhnlichen Fenster-glases getreten sein werde", je bewähren wird. Auf die Wiener Ausstellung hattennamentlich belgische Hütten Walzen geliefert, deren Größe sich mit derjenigen schonrecht bedeutender Spiegelgläser recht gut messen konnte, so De Looper zu Haidineine Wälze von 3'05 bei 1'16 in (3'5 gm) und die „Vorrsris cls Vamprs-rais" solche von 3'20 bei 0'65 ra und 3'00 bei 0'85 in (2'1 und 2'5 gin).Waren diese Walzen auch einerseits noch nicht gestreckt, steht es auch nicht zuerwarten, daß, wären sie es gewesen, ihre Oberstäche ebener, als bei gutem Tafel-glase gewöhnlich, ausgefallen wäre, und sind sie andererseits vorläufig auch wohlnur als, sit vonia vsrsto, „Renommageartikel für Weltausstellungen" aufzufassen,so liefern sie schlagende Beweise dafür, was jetzt bereits ausführbar, und lassen fürdie Zukunft noch Bedeutenderes erwarten.

Wie bereits angeführt, kann die Tafelglas- und speciell die Walzenglas-fabrikation mit vollem Rechte zu denjenigen Zweigen der Glasindustrie gezähltwerden, auf denen ein reger Fortschritt in neuerer Zeit unverkennbar. Solchefortschrittliche Richtung tritt dann auch schon deutlich zu Tage, wenn man dieZusammensetzungen älteren und modernen Tafelglases vergleichend ins Auge faßt.In antikem Fensterglase (Pompeji) fand, wie das bereits a. a. O. erwähnt,Claudel) i

Kieselsäure . .

. 69-43

Manganoxydnl.

0-39

Eisenoxyd . .

1-15

Thonerde. . .

3-55

Kalk ....

7-24

Natron . . .

. 17-31

99'07 Proc.

Mit dieser in Betreff der Bastcität ziemlich übereinstimmende Zusammen-setzung zeigte venctianischcs Tafelglas, in dem Berthier fandst:

st Technologische Studien auf der allgemeinen Knnst- und Industrieausstellung zuParis (Leipzig, Wigand 1868), S. 153. st 6onipd. rsnci. 34, 980. — st ^iin. diim.xllxs. 44, 438.