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Das Belegen des Glases mit Amalgam.
1.
2.
Zinn . .
. 97-60 .
. 97-81
Kupfer. .
. 2-16 .
. 1-23
Blei. . .
. 004 .
. 0-76
Eisen . .
. o-ii .
. 010
Wismuth.
. Spuren .
—
99-91
99-90
Eine Probe trockenen Belegs eines mehrere Jahre alten Spiegels enthieltdagegen, nach Knappt), in Procenten:
Zinn.77-21
Quecksilber.... 22'1SBlei. 0-52
99-88
Seinem Aeußeren nach erscheint solcher Beleg als gleichmäßiges, auf der Rück-seite mehr oder weniger körniges Amalgam, dennoch dürfte es fraglich sein, ob wires hier mit einem solchen zu thun haben, und könnte der Beleg auch wohl nureine mittelst Amalgam dem Glase ausgekittete Folie sein. Die obigen Zusammen-setzungsverhältnisse entsprächen zwar sehr nahe demjenigen, von 6 AequivalcntcnZinn auf 1 Acquivalent Quecksilber, was 78-2 Proc. Zinn erforderte, nachJoule^) ist aber schon ein Amalgam gleicher Aequivalentc der beiden hier in Redestehenden Metalle bei gewöhnlicher Temperatur fest und krystallinisch, und es dahcrwohl fraglich, ob sich bei dieser Temperatur, und der Gegenwart überschüssigenQuecksilbers, ein zinnreichercs bilde.
Der mehrfach angestellte Versuch, lädirten Spiegelbelcg durch localenErsatz zu repariren, auszuflicken, hat bisher, ungeachtet mehrfache Vorschriftenhierfür cxistiren, keinen befriedigenden Erfolg gegeben. Eine derartige Besserungs-methode ließ sich 1852 Thomas in Paris patcntireiG), ein anderes Verfahrenstammt aus dem Jahre 1860^). In den meisten Fällen ist, hat der Beleg gelitten,auch die Politur der Glasoberfläche angegriffen, und kann, schon aus diesem Grunde,eine sich nur auf einen kleinen Theil der Spiegeloberfläche beschränkende Reparaturdem Uebel nicht abhelfen.
Selbst bei größter Reinlichkeit und praktischer Einrichtung der Belcgcanstalt,wozu wir unter Anderem eine dichte, mit Wachstuch überzogene Diele, oder wachs-übcrzogenen Parquetfußboden, rechnen, sowie bei strenger Beobachtung von Vor-sichtsmaßregeln, wie des jedesmaligen Wcchselus der Kleider, sobald der Arbeitersich aus der Belcgcanstalt fortbegicbt, ist ein dauerndes Arbeiten in der Belege fin-den hier beschäftigten Arbeiter — Weiber sollen sich angeblich rcsistenter erweisen
U Knapp: Chemische Technologie 2 163. — 2 ) Wagner's Jahresbericht 10(1864), 141, nach Ollsin. Looist. äonrnnl (2) 1, 378. — ^ Dingler's Journ. 126,410, nach Lnllstin äs In Looists ä'snsonrnAsinsnl 1852, Octob. — ch Dingler'sJourn. 186, 393.