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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
Entstehung
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467
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Versilberung des Glases. 407

Silber abscheidende Flüssigkeit aus einer mit 60 Z wässerigem Ammoniak von0'87bis0'88 specif. Gcw. versetzten Lösung von 100 § salpetcrsaurem Silbcroxydin 500K Wasser; der nach dem Abfiltrircn eines geringen Nicdcrschlags von bereitsreducirtcm Silber, oder nicht wieder gelöstem Silbcroxyd, tropfenweise 7'5 g- Wein-säure, in 30 § Wasser gelöst, zugesetzt worden. Eine zweite, nachträglich ange-wandte Versilbcrungsflüssigkcit unterscheidet sich von der ersten nur darin, daß sieeinen doppelt so hohen Gehalt an Weinsäure besitzt.

Soll nun ein Glas versilbert werden, so wird seine Oberfläche zunächst mitgeschlämmter Kreide und Wasser gereinigt, dann mit einem weichen Wollenbauschc,der mit Silberlösung angefeuchtet, und auf den etwas Zinnasche gebracht, abgerieben,endlich mit reinem Wasser abgespült. Ist dieses geschehen, so bringt man dieGlasplatte auf den genau horizontal eingestellten Belegetisch, und legt sie hier

flach nieder. Da zur Redaction, wie bereitserwähnt, eine die gewöhnliche Zimmertem-peratur übersteigende Wärme erforderlich,hat der Belcgetisch die in beistehendcm Durch-schnitte wiedergcgebene Einrichtung(Fig. 199), die ein gleichmäßiges Erwärmenseiner ganzen Platte und des auf dieserruhenden Glases gestattet.

Wie aus der Zeichnung ersichtlich,besteht die auf sicherem Untergestelle ruhendePlatte A.A des Belegetisches aus einemflachen, allseits geschlossenen, gußeisernenKasten, der mittelst der Stellschrauben 717?genau horizontal gerichtet werden kann. DasInnere des Kastens ist mit Wasser gefüllt.Durch den Wasserbehälter 7) hin windetsich, über die ganze Länge des Tisches, diezu seiner Erwärmung dienende Dampf-leitung, von der in unserer Skizze nur diein regelmäßigem Abstände neben einanderliegenden Knie im Wasser sichtbar. Indie Leitung strömt, durch das Zuführungs-rohr Ll, der Dampf ein, und kann der nicht-condensirte Theil desselben durch ein amanderen Ende des Tisches befindliches, inFig. 199 nicht sichtbares Ableitungsrohrwieder entweichen, während das Condensa-tionswasser aus der Leitung durch dasRohr 7^ austreten, das Wasser aus derhohlen Tischplatte endlich, wenn erforderlich,durch das Rohr abgelassen werden kann.Die Oberfläche der horizontalen Tafel ist,um ihr Metall gegen die Einwirkung der