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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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jenseits des Meeres auch nicht einmal genannt. Es können dahernicht an allen Orten, an welchen zahlreiche Quellen warmen Wassersherauswagen, dieselben Vortheile in ähnlicher Weise zusammentreffen,sondern Alles wird, wie es eben die Natur eingerichtet hat, nichtnach dem Verlangen der Menschen, sondern durch Zufall verschiedenhervorgebracht. 6. Wo also die Berge nicht von erdiger Beschaffen-heit, sondern aus zarterem Stoffe sind, da versengt diesen die Gewaltdes Feuers, durch seine Adern einen Ausweg suchend, und was davonweich und zart ist, brennt sie heraus, läßt aber, was rauh ist, übrig.Wird daher in Campanien aus der ausgebrannten Erde aschenartigerSand, so entsteht in Etrurien aus der durchglühten Erdmasse derKarbunkel, ein rothbrauner Sand, beide aber sind vorzüglich fürMauerwerk, der eine aber erweist sich bei Gebäuden auf dem Lande,der andere hingegen bei Bauten im Meere als vortrefflich. Es istaber jene Erdmasse von weicherer Beschaffenheit, als der Tuff, vonfesterer, .als die gewöhnliche Erde, und ist jene von unten aus durchdie heftige Hitze des Dampfes versengt, so bildet sich daraus an eini-gen Orten jene Sandart, welche Karbunkel genannt wird. ^

Siebentes Knxrtel. .

Die Steinbrüche.

1. Von den Verschiedenheiten und besonderen guten Eigen-schaften des Kalkes und Sandes habe ich gesprochen, es kommt nundie Reihe an die Erklärung der Steinbrüche, aus welchen sowohldie Quadersteine, als auch der Bedarf an Bruchsteinen zu den Ge-bäuden genommen und beschafft werden. Man findet aber, daßdiese von ungleichen und unähnlichen Eigenschaften sind. Es sindnämlich die einen weich, wie um Rom der Rothstein 0, der Pallien-

erde, wie Marini glaubt, die Rede sei, geht daraus hervor, daß Vitruv obctiDiesen Sand Etrurien abspricht, während er hier Etrurien an Grubensand-reich nennt.

Morhbrauner Tuff. Ob die kubrae an der Station Saxa Nubra, acht^Miglien -vvn Noin, an der Via Flaminia (jetzt Prima Porta), oder am Anio,' in der Mitte »wischen Mom und Tivoli, wo man noch jetzt in der Gegend von