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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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ser-'), der Fidenater-?), der Albaner-Steins; andere sind vonmittlerer Härte, wie der Tiburtiner ^), Amiterner ^), Soraktinersiein,und welche sonst in dieser Gegend sind; einige sind hart, wie dieBasalte. Es gibt aber auch noch mehr andere Arten, wie in Cam-panien der rothe und schwarze Tuff, in Nmbrien, in Picenum und imVenetischen der weiße Tuff, welcher auch mit einer gezahnten Säge,wie Holz, geschnitten wird.

2. Alle diese Arten aber, welche weich sind, haben den Nutzen,daß sie, wenn man aus ihnen die Blöcke gebrochen hat, beim Bausich leicht bearbeiten lassen, und wenn sie an bedeckten Orten ange-bracht sind, so halten sie ihre Lasten aus, wenn aber an unbedecktenund offenen, so verwittern sie, von den Frösten und dem Reife ange-griffen, und zerklüften sich; ferner werden sie an der Meeresküste vondem Salzwasser zerfressen und verwaschen, auch ertragen sie denWogenandrang nicht. Der Tiburtinstein aber und alle Steine der-selben Art halten sowohl die Belastung', als auch die Unbilden derWitterung aus, aber sie find nicht feuerfest, und sowie sie vom Feuerangegriffen sind, bersten und zerfallen sie, deshalb, weil sie ihrer natür-

Cervaretta staunend die Felsengewblbe der antiken Steinbrüche durchwandert,zu suchen sind, ist zweifelhaft.

1) Die kallienses sind nicht näher bekannt. ES ist daher wohl möglich,daß die etwas schwankenden Handschriften insgesammt nicht den richtigen Namenenthalten. Fea vermuthet Lilien»«», wobei man wohl an die freilich etwasentfernteren Steinbrüche von Cervaretta denken müßte, aber Strabo (V. 364)scheint darauf Hinzuweisen, daß Marini's Correctur in Oslnenses mehr Wahr-scheinlichkeit für sich habe. Die Steinbrüche von Gabii an der Via Pränestinawerden, außer von Strabo, auch von Tacituö (Annal. XV. 43) erwähnt.

2) Auch von Plinius (XXXVl. 22, 48) erwähnt; die Brüche waren siebenMiglien von Nom, an der Bia Salaria und am Tiber.

6) Wie der Gabiner von grauer Farbe und deshalb, noch jetzt im Ge-brauche befindlich, jetzt Peperino genannt.

^) Einst und jetzt (Travertino) am meisten im Gebrauche; die antiken undmodernen Steinbrüche liegen unsern von einander an der Via Tiburtina vorPvnte Lncanv, welchem namentlich die antiken zur rechten der Straße nahe sind.

6- Für das ^mlteinae der Cod., welches sich allerdings durch die Ent-fernung von Amitcrnum von Nom und durch die Abwesenheit von Steinbrüchenin jener Gegend wenig empfiehlt, schlägt Fea und nach ihm Marini ^ntemninnevor, da man am Zusammenfluß des Anio und deS Tiber in der That ein solche-Gestein bricht.

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