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Um aber den Wasserzugang gehörig reguliren zu können *),muß man eS so machen: 11. Hinter der Uhrwand im Innern legeman den Wasserbehälter an, in welchen das Wasser durch eine Röhrefällt und welcher ganz unten eine Mündung hat. Vor diese aber istein bronzener Hohleylinder zu heften, mit einem Loche versehen, durchwelches das Wasser aus dem Behälter in den Cylinder hineinfließt.In diesem aber ist noch ein kleinerer Hohleylinder eingeschlossen, undzwar in kreisförmigem Falz und entsprechender Falzpsanne gehend,die so ineinander gefugt sind, daß der kleinere Cylinder, wenn manihn wie einen Hahn in dem größeren Cylinder herumbewegt, sich enganschließend und doch sanft drehe. 12. Der Rand des größerenHohlcylinderS hat in gleichen Abständen dreihundert fünfundsechzigPunkte verzeichnet; die schließende Scheibe des kleineren dagegenhat an ihrem Kreisrande ein Zünglein festgenietet, dessen Spitze nachden Punkten zeigt; an dem Scheibenrande ist das Mündungslochsorgfältig hergestellt, weil durch dieses das Wasser zum sogenanntenKork 2) fließt und durch dieses die Speisung der Wasseruhr vollzogen
förmige Zifferblatt evncentrisch auf die Drehscheibe, so würde es für die Dauerder Beschreibung des Kreises durch das («nvmonknöpfchen ganz gleichgültig sein,ob das letztere näher oder ferner vom Mittelpunkte steckt, wie die Länge oderKürze unserer Uhrzeiger ohne Einfluß ist- Es war daher jedenfalls für jedenMonat eines Halbjahrs eine eigene Uhr in je einem evncentrischen Kreise ver-zeichnet, nur in einem Monate aber schloß sich, wie bei uns, der Kreis derzwölf Ziffern vollständig, nämlich in der Zeit der Sommersonnenwende, in denfolgenden sechs Monaten aber wurde mit der zunehmenden Kürze des Tagesder Zwischenraum, den der Gnomon nicht mehr durchlief, immer größer, wes-halb auch das Knöpfchen der Versetzung sowohl in Rücksicht auf den Anfangder Stundenbahn, als auch in Rücksicht auf die evncentrischen Kreise, innerhalbwelcher die Stunden für jeden einzelnen der sechs Monate verzeichnet waren,bedurfte.
D. h- durch Verstärkung oder Verringerung deS Zuflusses die Stundenverlängern oder verkürzen zu können. Es ist jedoch nicht einzusehen, wie dießbei der besprochenen Uhr nöthig war, da die Modifikation der Stundenlängeschon in der oben besprochenen Uhrscheibe vvrgesorgt war. Man vermißt daherhier die Angabe, daß dieß nur zu geschehen brauche, wenn man die wenigergenau regulirbare Stundenvertheilung außen nicht für zweckmäßig erachtete.
2) Nur dieser kann hier unter tympanum verstanden werden. Die vier«BitruviuS, Architektur. 19