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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
Entstehung
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IV
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-essen Schicksal bestimmte. Dann folgt er einzig nochden Schritten des letzten Herrn Abtes zur Wiederher-stellung eben dieses Klosters beim römischen Host/ beiden hohen Mächten der heiligen Allianz, beim Wiener-kongresse und bei den eidsgenössischen Tagsatznngen undendet mit der Anzeige des Ablebens mehr gedachten Ab-tes (1829), sammt einigen Gedanken über die Möglich-keit des Wiederentstehens der Abtei St. Gallen.

Dies sind die Hauptmomente seiner Erzählung,die er lieber einen schwachen historischen Versuch, alseine Geschichte nennen möchte. Denn nur zu gut bekanntsind ihm die Lücken und das Mangelhafte seiner Arbeit,,von welcher in so mancher Beziehung weit mehr gefor-dert werden könnte. Würde ihn aber eine ausführlicheVollständigkeit in eint und anderer Hinsicht, z. B. überdie Feudallasten, über bürgerliche und ökonomische Ad-ministration der Landschaft, über alle Verhältnisse desstaatsrechtlichen Verbandes zwischen der Abtei und demVolke, über Vorrechte von Korporationen und Priva-ten u. dgl. m. nicht zu weit gebracht haben? Wäre aufdiese Weise nicht einem Troste von alten Sprüchen undVerträgen gerufen worden, die lange schon verschollensind, der Mit- und Nachwelt wenig frommen und bloßden Forscher früherer staatsrechtlicher Formen aufmerk-sam machen können?

Ueber seine Darstellung erlaubt sich der Verfassernur etwas Weniges. Wenn in den erster,« Abschnittenhier und da einige Sätze schroff einander gegenüber ste-hen, so kömmt dieses daher, weil zwischen der ersteneigentlichen Verfertigung der Schrift und den spätern