Nachträge.
1. Auszüge aus Schreiben des Fürftabtes Pankraz.
Einsicdeln, 12 . Hornung 1798.
Tit.
„ Ueberzeugt durch zuvcrläßige Nachrichten und die wich-tigsten Gründe, daß meine Gegenwart im Lande dem Gottes-Hause lediglich unnütz, ja in vielen Rücksichten schädlich seinmüßte, und hingegen im Auslande ich eine weit größereWirksamkeit, um zum Besten des Stiftes arbeiten zu kön-nen, erhalten würde, entschloß ich mich von Wyl durchToggenburg in die innere Schweiz zu reisen, um wenigstdurch gute Freunde dem Vcrlurfte unsrer eigenthümlichenGüter rc. vorzubeugen.
Schon sprachen die Bauern laut von Einziehung unsrerGüter; von sicherer Hand vernahm ich, daß sie auch dieKollamren an sich ziehen wollten; Ammann E. eröffnetedieses einem Geistlichen mit dem Zusätze, daß, wenn derFürst nicht thue, was sie wollten, sie ihn aus dem Landeverweisen würden. Kurz, diese Leute ließen uns keine Ruhe,bis wir um Alles gebracht wären. Freilich wird meine Ent-fernung starke Sensation erregen, aber wie ich sicher hoffe,meinen lieben Mitbrüdern keine Unannehmlichkeiten zuziehen,weil, wie ich höre, das Ven. Lsxirului» durch seine Nach-giebigkeit die Gemüther besänftiget und gewonnen hat. Gutwird eS auch sein, wenn dasselbe fortfährt, soviel möglichden Wünschen deS Volks zu entsprechen, auch im Falle,der ohne Zweifel eintreten wird, daß ein anderer Abt sollteerwählt werden, freilich bevor ich werde resignirt haben,kann eine kanonische Wahl nicht Platz haben, und ich werde