handelte mit ihnen und eine im Dezember erfolgte Konven-tion entsprach größtenthcilS ihren Wünschen; dennoch schloßsich die Stadt bald darauf an die Landschaft an, welche ßeunter billigen und für beide Theile vortheilhaften Bedingun-gen an der Landögemeinde zu Goßau, ist. Hornung 1798/aufnahm.
37. Die fräIIkischen EmigranteII werden aus demSt. .Gallischen weggeschafft.
Schon aus den bisherigen Vorfallen und Begebenheitenist eö unverkennbar/ wie sehr die französische Revolutionmittelst deS Beispiels auf die Schweiz gewirkt hatte; aberder Zeitpunkt / 'wo sie auch unmittelbar wirken wollte,näherte sich mit beflügelter Eile. Alö Vorbote diente unteranderm das am 25. November 1797 gemachte Ansinnen deSfränkischen Geschäftsträgers an alle Stände der Schweiz,alle Emigrirten und Verwiesenen seiner Nation auö ihremGebiete zu entfernen. Nicht alle Kantone waren so eifrig,Folge zu leisten, wie der Abt von St. Gallen. War er viel-leicht froh, der ausgewanderten Priester, die sein VorfahrerauS Mitleid einstweilen in sein Stift aufgenommen hatte,auf so leichte Art loö zu werden? Noch vor 1798 mußtendie armen Flüchtlinge das St. Gallische Gebiet verlassen.Der Abt ahnete nicht, daß ihn bald auch das nämlicheSchicksal treffen werde.
In BedaS letzten NegierungSjahren war die Zahl derEmigranten im St. Gallischen oft beträchtlich. Bisweilentrafen kleine Häufchen von 10 bis 12 an einem Tage imStifte ein, die alle hier auf ein paar Tage die gastfreund-lichste Aufnahme fanden. Ucberdieß wurden mehrere auf denStatthaltereien Jahrelang verpflegt.
Unter den weltlichen Emigrirten zeichneten sich vor-züglich der MarquiS von BombelleS, ehemaliger königli-cher Gesandter zu Venedig, und Herr BartheS, zuvor Ge-sandtschafts-Sekretair in der Schweiz, anö.