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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
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-einer Anzahl von ein paar 1000 Mann die zerstreut liegendenfränkischen KorpS überfiel und die Absicht hatte/ die wichtigePosition von Luziensteig den Kaiserlichen in die Hände zu spielen.Die Franken / an deren Seite auch einige Kompagnien schwei-zerischer Eliten fochten/ schlugen sich eine Weile mit den-selben herum/ räumten aber nach und nach ganz Graubündenund vom 21. Mai an auch die Gegenden des östlichen Hel-vcticns. Ihnen folgten die Oefterreicher/ ohne von den so-genannten Vaterlandsvcrtheidigern den helvetischen Mi-lizenaufgehalten zu werden; diese flohen schaarenweift/ ihreFahnen verlassend/ nach Hause; daher fiel jenen am 22. Maibei Rofchach und nachhin bei Diessenhofen ein beträchtlicherTheil des Artillerieparks in die Hände.

- > Massen« erwartete die heranrückenden kaiserlichen Trup-pen in einer konzentrieren Stellung hinter der Thür/ undbrachte ihnen bei Frauenfeld eine bedeutende Einbuße bei;doch zog er sich bald nach einigen kleinern Gefechten vor derArmee des Erzherzogs Karl und Gen. Hotze nach Zürichzurück. Letzterer führte jenem über St. Gallen ein Korps von40/000 Mann zu.

58. FürstabtPankraz hält seinenEinzug inSt.Gallen.

Die Kantone SäntiS und Thurgau waren also bereitsvöllig in der Gewalt des österreichischen Heeres/ wodurch derFürstabt Pankra; das Ziel seiner Wünsche endlich erreichtzu haben schien. Schon am 2 Z. Mai nahmen seine Abgeordnetendas Stift St. Gallen wieder in Besitz; er selbst wollte am 26./obgleich man es ihm von verschiedenen Seiten und aus wich-tigen Gründen widerrieth/ daselbst eintreffen.

Seine Reise dahin glich von dem Augenblicke/ da erden ehevor stiftischen Boden betrat/ dem Triumphzuge eines

Der fränkische Gen. Sorge rühmt in einem Berichte andie helvetische Regierung die Tapferkeit der ersten Kompagnie Tog'genburger/ der zweiten halben Kompagnie des DistrikS Schwan-den und der 6. Kompagnie des Distrikts Mels.