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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
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am 24 . Juni ihre Kreuzfahrt hielten, und in Goldach wur-den sie öffentlich von der Kanzel herabgelcsen.

JmTablat, Straubenzell und ganz Toggenburghingegen wurden alle Exemplare von E r lach er und Kücnzledurch Kuriere zu Pferde abgefordert und eingebracht; dernach dem Goßauer- und Wyler-Amte geschickte Expresse er-schien auch mit allen ihm Vergebenen Stücken in St. Gallenwieder zurück.

Ein Bleichcrknecht erkühnte sich, die Protestation öffent«lich im Klosterhofe zu St. Gallen zu verlesen, wo ihm einegroße Menge Volkes mit Freuden zuhorchte.

Später wurden noch Sendungen der Publikate von Meh-re rau aus nach der Schweiz durch verschiedene Wege gemacht.

20. Relation über die Stifts-Bibliothek vonSt. Gallen im Sommer l7S8 9.

Der Anlaß, warum die Archonten in Aarau eben jetztdie Bibliothek requirirten, war dieser. Kommissär Erlacher,NegierungöstatthaltcrBolt, und Unterstatth.Halder hattenschon mehrere Male unsere Herren (in St. Gallen) zwingenwollen, einen Katalog über unsere noch in St. Gallen lie-gende Bibliothek zu stellen. Ich vor meiner Abreise und dieZurückgebliebenen nach meiner Abwesenheit hatten es durcheine künstliche Unordnung unmöglich gemacht, ein Verzcichnißzu verfassen, so Laß die gleichfalls dazu verordneten Stadt-

prediger Scherrer (ein Ehrenmann) und Wetter (ein I-)

auch unmöglich fanden. Sie schrieben nun auf Aarau,daß es sich nicht der unbegreiflichen Mühe lohnte, daS ChaoSvon alten Predigten, Aözetcn, Juristen und Theologen auseinander zu klauben und daß die Rational-Bibliorhek hierkeine würdige Ausbeute erhielte.

Diese Relation brachte die Archonten auf und war ihnenin Rücksicht der Impressen ncul Denn man hatte von un-serer Seite alle Lücken, die auö der Flüchtling guter Bücherentstanden waren, mit aller Orten zusammen gesuchten Schlech-tigkeiten so ersetzt, daß die Bibliothek für nur äußern Anblickwie vormal brillirte.

Diarium LanZsIlouss. S. 314.