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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Einleitung.

tastischer Weise und macht sie zum Helden der ganzen Erzählung. Diese, daraufbestehend, daß die menschlichen Angelegenheiten eine ununterbrochene Kette darbieten,in welcher jedes Geschehnis die Folge eines vorhergehenden und der Hervorrufer einesnachfolgenden ist, erklärt, daß die Menschen nicht die Ereignisse beherrschen, sondernumgekehrt die Ereignisse die Menschen. Jene bringt Darstellungen zuwege, die, sosehr sie uns auch interes sieren oder entzücken m bgen, doch nur einen Gradhöher stehen, als der Roman - diese ist ernst, vielleicht selbst abstoßend; denn sie erfülltuns in strenger Weise mit der Überzeugung der unwiderstehlichen Herrschaft des Ge-setzes und der Nichtigkeit menschlichen Strebens." (Draper, Lrski-'z/ o/' t/rs wnMordelnesn snÄ sere-r-ce. L-rÄ London 1875; Vorwort, S. XI.)

Der Biograph aber thut gern, als wäre sein Held einProphet und „von Gottes Gnaden".

„Vor dir gehet ein SchweigenUm dich anzumelden im SaalUnd das Feld ist dein eigen,

Eh' du noch aufgetreten einmal".

(Rückcrt; Oestlichc Rosen S- 99.)

Mit Trompetenstoß läßt er ihn auf der Weltbühne er-scheinen und noch ehe er tot ist, legt er ihn auf das Parade-bett. Wie in früheren Zeiten bei der Geburt bedeutenderMenschen Lichterscheinungen und anderer dergleichen Unfug ander Mode waren, so hat man später dem scheidendenHelden noch häufig ein letztes, bedeutendes, seinem Lebengleichsam als Motto dienendes Wort in den Mund gelegtund für einen theatralisch packenden Abgang gesorgt. Gegendiese Ausrufe Sterbender, es sei denn, sie wären ganz besonderstrivial und nichtssagend, muß man vor allem vorsichtig sein;fast keiner kann vor der Kritik bestehen, -r'ss?

FvMil kaua-^6,- (Fournier). Ebensowenig schließen die einzelnenAbschnitte der Geschichte mit irgend einer bedeutenden Hand-lung oder grenzen sich sonst wie von einander ab. Die Ge-schichte weiß davon grade soviel, als der Himmel von denMeridianen. Es giebt nichts „Epochemachendes". Die Epochenwerden immer erst hinterdrein erfunden. Man konnte nichtseiner Zeit im Mittelalter zu Bette gehen, um sich in derneueren Geschichte die Augen wieder wach zu reiben. DieGrenzen sind unbestimmbar, wie zwischen dem Hell und Dunkeldes Abendhimmels.

Andre Märchen entstehen durch die Eitelkeit der Völker