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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
Entstehung
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13
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Einleitung.

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mit Beziehung auf Entdeckungen und Erfindungen. Nachdemder Kaiser von China, 1?8iu sods bnänZ t^ (f 211 v. Chr.)ein Edikt erlassen hatte, nach welchem sämtliche Bücher inseinem Reiche verbrannt werden sollten, folgte 197 ein andererKaiser, welcher 191 das Edikt wieder aufhob. Circa 1800Jahre später, im 17. Jahrhundert nach Chr., gewährte derKaiser LanZ-bi den europäischen Missionären an seinem Hofefreundliche Aufnahme.

„Er schätzte an ihnen die höhere Bildung, welche er, darin sich als kein National-Chinese verratend, Wohl anerkannte. Aber einen chinesischen Gelehrten, Llsi-JVuk-xau,einen Anhänger der verjagten Ming-Dynastie und trotzdem wegen seines Wissens beimfremden Kaiser wohl gelitten, wurmte das Übergewicht dieser Europäer. Er behauptete,von den durch sie eingeführten Theorien sei die bei weitem größte Mehrzahl den Chinesenschon Jahrhunderte früher bekannt gewesen und dieses nur aus Unkunde mit der heimischenLitteratur übersehen worden; ja, aus China stamme alle Wissenschaft, übersetzt sei sie zuden Bewohnern anderer Länder gedrungen und habe dort weiter gelebt, während sie inChina selbst seit der großen Bücherverbrennung aufgehört habe sich zu entwickeln, wie siebegonnen habe. Jetzt suchte man wieder eifrig und allgemein nach altenSchriften und fand sie auch. (Vgl. Bieruatzki: Die Arithmetik der Chinesen inCrelles Journal für reine und angewandte Mathematik 1856, VII. 59—94; citiert vonCantor, Vorlesungen über Geschichte der Mathematik, Leipzig 1880. S. 567.)*)

„Was einst der Codex der Gesetze von Mann genanntwurde und sich mit Zuversicht auf 1200 oder doch mindestens500 vor Chr. berief, wird heutzutage mit Zögern auf viel-leicht das 4. Jahrhundert nach Chr. verwiesen, und wederein Codex, noch ein Codex von Gesetzen, am allerwenigstender Codex der Gesetze von Manu genannt."

Wieder andere falsche, verkehrte und verschrobene Berichteentstehen, weil der Erzähler gewissermaßen als selbst-verständlich annimmt, daß die Fragen, die ihn undseine Zeit bewegen, auch in den Zeitperioden odersn den Lebensläufen, die er schildern will, an derTagesordnung waren und jedermann zu ihnenStellung nehmen mußte. Ja es werden grade solche

*) Babbage z. B., der Erfinder der Rechenmaschine, fand in einem Exemplar chine-sischer Logarithmentafeln, die der Pater Gaubil 1750 der königlichen Gesellschaft zu Londongeschenkt hatte, genau die Druckfehler, welche in den 1628 zu Gouda gedruckten Tafelnvon Blacg enthalten sind (Poggendorf, Geschichte der Physik, S. 103).