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Einleitung.
Schriften, sonstiges als gleichartig vorausgesetzt, den augen-blicklichen Erfolg für sich haben, dafür freilich auch schnellveralten. — Angaben, die aus solcher Veranlassung entstehen,muß man nicht immer als bewußte Fälschungen ansehen.Allerdings giebt es da auch eine Grenze. Im spanischenAlexanderroman des Juan Lorenzo de Segura läßt derBischof von Jerusalem beim Herannahen des Macedonierseine Messe celebrieren; daß das ein Unsinn war, wird Lorenzowohl gewußt haben; aber in weniger groben Fällen ist oftder gute Glaube des Berichterstatters gar nicht anzuzweifeln.Er konnte es sich eben gar nicht anders denken, als daßseinen Helden die ihm selbst interessanten Fragen auch aufshöchste interessiert hätten, obgleich sie denselben vielleicht sehrkalt gelassen haben würden, sa ihm möglicherweise ganz un-verständlich oder die Beschäftigung mit ihnen sogar widerlichgewesen wäre und er, zur Entscheidung gedrängt, sich nichtanders als diamagnetisch zu denselben eingestellt haben würde;allein wie ein Touristenführer es für angemessen hält, alleszu zeigen, wonach er gefragt wird, glaubt sich der in denBegriffen seiner Zeit befangene Historiker verpflichtet zu er-zählen, wie der Held seiner Darstellung zu denselben sich ge-stellt haben würde, oder — wie er sich wohl schließlich selbsteinredet —, sich wirklich gestellt hat, indem er die Fragedanach als selbstverständlich voraussetzt. Die kleinste Be-ziehung, vielleicht ein zufälliger Gleichklang der Worte genügtdann zur Anknüpfung. Er sieht eben, was er sehen wollteund was in ihm liegt. Abgesehen vom Saturnsringe undden spukhaften Kometen sind alle Weltkörper nahezu kugel-förmig und doch bezeichnen wir mit „sternförmig" — auchwissenschaftlich, z. B. in der Botanik — eine ganz andereGestalt, welche nur durch den strahligen Bau der Linse unseresAuges hervorgerufen wird. Die photographische Platte kenntdiese Stern-Gestalt nicht.
Noch eine weitere Quelle von „Treppenwitzen der Welt-