Die Griechen.
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treffs einer ausschließlichen Eisenwährung in Spartasind nicht in aller Strenge zu nehmen, auch zu berücksichtigen,daß die Herstellung des Eisens damals noch schwierig war,und es also einen viel höheren Tauschwert hatte als jetzt, —zum Münzmetall eines nicht sehr münzbedürstigen Staatesdeshalb nicht so ungeeignet war. Schon Plutarch erkannte,daß in der Lebensbeschreibung Lykurgs eigentlich nichts zweifel-los sei, und was er selbst erzählt, „ist eine Reihe von Märchen,welche die Veranlassungen zu den dem Lykurg beigelegtenInstitutionen erklären sollen". Abzusprechen sind ihm dieOrdnung des Kriegswesens, die angebliche Verteilung desLandes, welche überhaupt nie stattgefunden hat (ebensowenigwie die hebräische), sondern eine späte Erfindung ist, dieRestaurationsversuche des vierten Agis und des dritten Kleo-wenes zu begründen, — die Disziplin und Übung der Jugendund die Einrichtung der Syssitien oder gemeinsamen Mahl-zeiten (Duncker a. a. O. V. S. 281 ff.); ebenso die Ein-richtung des Kollegiums der Ephoren, welche wohl erst demCheilon zuzuschreiben ist (Duncker VI. S. 354). Epimenidesaus Kreta dürfte dabei mitgewirkt haben. Dessen Orakel-Iprüche befanden sich auf dem d. h. auf
Pergament geschrieben; hieraus machte der Haß der ArgiverFegen Sparta die Sage, die Spartaner hätten den Epimenidesgetötet und ihm die Haut abgezogen (Duncker VI. S. 353Rote).
Nach einem der hervorragendsten Forscher auf dem Gebiet^es klassischen Altertums, Karl Otfried Müller (imzweiten Bande seiner „Dorier") hat Lykurg überhaupt nie^(stiert, während H. Gelzer (Professor in Jena) in seinemRussatz im „Rheinischen Museum für klassische Philologie"-^XVlii, i ff. die Ansicht verteidigt, daß Lykurg nichts weiterjei, als der Träger des Priestertums desin Sparta, welches die Verbindung zwischen Sparta undDelphi unterhielt.