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Die (Kriechen.
Stützen der Moral" klagte, — über die „Verhöhnung allergöttlichen und menschlichen Gesetze" (dies ist die stehendeFormel bei Verteidigung unhaltbar gewordener Einrichtungen),— und erschreckt durch den „Kronprinzen-Liberalismus" insWasser ging, ist gar nicht unwahrscheinlich.
Als Erklärung der merkwürdigen Erscheinung des Doppel-königtums der Eurypontiden und der Agiaden in Spartahat man angegeben (Herodot VI. 52), es wäre eingerichtetworden, weil der König Aristodemos Zwillingssöhne, denProkles und den Eurysthenes, gehabt habe. Die Thatsacheallein, was schon dem Ephoros aufgefallen ist (Strabon S. 366),daß man die beiden Familien nicht nach diesen Zwillingenbenannt hat, kennzeichnet diese Erzählung als eine Erfindung.Über die ganze „Rückkehr der Herakliden", speziell den ÄtolerOxylos, der sich als Führer des Zuges das Land Elisausbedingt, vergleiche man Curtius, Griechische Geschichte,3. Aufl. I. S. 146 und Duncker, Geschichte des AltertumsV. S. 242 ff. Ihre Erklärungen der Entstehung des Doppel-königtums stimmen nicht überein und ganz klar wird diesevielleicht nie werden. — Überhaupt wimmelt der Anfang derGeschichte der Spartaner von Fabeln, Unklarheiten und Un-möglichkeiten ; er scheint offenbar für ihre Schullesebücher zurechtgemacht zu sein (Duncker, a. a. O. S. 245 u. 262 ff.). Aufden Lykurg haben die Spartaner eine Menge späterer Ge-setze übertragen, um ihnen ein höheres Ansehen zu geben,während andere, zum Teil barbarische Einrichtungen undSitten sich wohl aus noch älterer Zeit als der des Lykurghinübcrgerettet hatten und nun, gleichsam zur Beschönigung,ihm zugeschrieben wurden. Um nur eins zu erwähnen, sollLykurg den Gebrauch des Gold- und Silbergeldes verbotenhaben zu einer Zeit, da die Hellenen geprägtes Geld nochgar nicht kannten (!) und des Goldes und Silbers überhauptwenig bei ihnen vorhanden war; die Erzählung erinnert fastan die sauren Trauben und den Fuchs. Die Angaben be-