Die Griechen.
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durch Epameinondas, und vielleicht auch für die messenischenSchullesebücher geschrieben hat. Thatsächlich wußte man sowenig von diesen Kriegen, daß Aristomenes, der großeNationalheld und Verteidiger der messenischen Unabhängigkeitvon Myron in den ersten, von Rhianos dagegen in denWeiten Krieg gesetzt wurde. Dieser Rhianos aber dichtetemit sichtlicher Nachahmung Homers, so daß nach des PausaniasBemerkung Aristomenes darin nicht weniger strahlt, alsAchilleus in der Jlias.
Auch die Erzählung,' daß, als die Spartaner infolge einesEidschwurs zwanzig Jahre lang gegen Messenien im Feldegestanden, in der Heimat eine Menge jungen Volkes aus un-gesetzlichen Verbindungen aufgewachsen war und daß sie diesenNachwuchs mit dem Spottnamen „Parthenier" belegt unddiese schließlich zur Auswanderung und Gründung von Tarent(707 v. Chr.) genötigt hätten, erscheint, so vorgetragen, alsbloße Fabel, ersonnen, die Einführung eines strengeren Ehe-rechts zu motivieren,''welches nur demjenigen die vollen Bürger-rechte gewährte, dessen Vater und Mutter von reiner spartia-tischer Abstammung waren, während man es damit vorhernicht so genau genommen hatte (Duncker a. a. O. V. 429 ff.).
Betreffs des Tyrtaios, dessen Name typisch gewordenist für den eines Dichters von Kriegsliedern, finden wir beiDuncker (G. d. A. VI S. 105) alle Notizen sorgfältig zu-sammengestellt :
„Durch die Feldherrnschaft des TyrtaioZ" bemerkt Philochoros, „über-wältigten die Lakedämonier die Messenier" (bei Athenaos S. 631). In der Schriftdes Platon von den Gesetzen heißt es „Tyrtaios, von Geburt Athener, sei BürgerLakedämons geworden, von Lakedämon her seien dessen Gesänge nach Athen gekommen".-Welcher Hellene weiß nicht," so fragt der Redner Lykurgos, „daß die Lakedämonier,den Feldherrn Tyrtaios von unserer Stadt erhielten, mit dem sie die Feinde be-legten und die Erziehung der Jugend ordneten, gut sürsorgend nicht nursür die augenblickliche Gefahr, sondern für alle Zeit (Lykurg, Rede gegen Leokrates).„Den Lakedämonieru leitete diesen KriegTyrtaios," sagt uns StrabonS. 362; „indem elegischen Gedicht, welches den Titel Eunomia trägt, nennt sich Tyrtaios einenLakedämonier u. s. w. Wenn diese Elegie gilt, so verdienen Philochoros, Lcallisthenesund mehrere andere keinen Glauben, welche angeben, Tyrtaios sei von Athen undAphidnae gekommen auf das Ansuchen der Lakedämonier, nach einem Orakelspruch, der