Die Griechen.
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lich und auch nur eine Griechenverherrlichung — und ihreTapferkeit und Klugheit während der gegen diesen ihren Ratbegonnenen Schlacht sind, nach Herodot, so groß, daß sie denTerxes zu dem Ausspruch hinreißen: „Die Männer sind Weiberund die Weiber sind Männer geworden"; schließlich findet siedie Leiche des ertrunkenen Admirals, Ariabignes, des Brudersbes Königs, und überbringt sie demselben und führt die Söhnedes Königs nach Susa zurück. Daß nach der Schlacht beiPlataiai die Spartaner auf Geheiß des delphischen Orakelseinen Herold an Lerxes gesandt, der diesen auf dessen Rück-züge durch Tessalien ereilt und Genugthuung für den Toddes Leonidas gefordert, muß Herodot aus einem spartanischenSchullesebuch entnommen haben.
Über Herodot selbst erzählt Lukian in dem Aufsatz:„Herodot und Aötion", er wäre, um in Griechenland bekanntzu werden, von Halikarnaß direkt zu den olympischen Spielengefahren, und hätte sich daselbst durch Vorlesung seiner neunBücher mit einem Schlage zum berühmten Manne gemacht.Diese Mitteilung ist wohl kein historisches Zeugnis. Bestrittenwurde die Angabe zuerst von Dahlmann, endgültig widerlegtvon Schöll, Philologus X. S. 410 ff.
„Ich halte sie für ein Märchen der Rhetoren, wie Lukian selber einer war, dievon Stadt zu Stadt reisend sich hören ließen. Der alte Herodot sollte ebenso auf-getreten sein, wie sie selbst auftraten." (v. Ranke; Weltgeschichte, erster Teil, zweiteAbteilung S. 45.)
Mit dieser Erzählung fällt auch die Anekdote bei Suidas,baß Thukydides als Knabe diese Vorlesung mit angehörtund dabei in Thränen ausgebrochen sei. Photios (ch 891 n. Chr.)^zählt, Thukydides wäre im elterlichen Hause als Knabe beimLesen des Herodotischen Werkes von Thränen übermannt worden,worauf Herodot zum Vater gesagt habe: „Dein Sohn hat eineniwfen Trieb zur Bildung"; ähnlich Nachtrag zum Xinmianus^laraslliuus 11, 10—13. Zeitverstoßend ist dies nicht; aber
„das Geschichtchen ist ganz von der Art, wie sie von den Griechen gleich in der^sten Periode ihrer Litteraturgcschichtsschreibung häufig erfunden wurden". (Schöll,Anleitung zu seiner Übersetzung des Herodot, Stuttgart 1875, S. 26.)