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Dic Römer.
Sendung nach Rom eine Erfindung dieser Rhetorenschulen.Regulus hatte durch seinen Hochmut, durch seinen unzweideutigausgesprochenen Willen Karthago als politische Macht zu ver-nichten, den Zorn der Einwohner aufs äußerste gereizt. Dennochschützten ihn später einige vornehme Karthager gegen die Be-leidigungen des Pöbels. Über die Martern, denen man ihnnach seiner angeblichen Rückkehr aus Rom unterworfen, giebtes verschiedene Lesarten, die sich gegenseitig an Gräßlichkeit zuüberbieten suchen.
Die älteste Quelle darüber ist nach Ranke (Weltgeschichte)der Konsul C. Sempronius Tuditanus (129 v. Chr.), welchernach Gellius (Hootss attloas VI. 4), erzählt, Regulus wäredurch Schlafberaubung getötet worden; er läßt ihn vor demSenat behaupten, daß ihm die Karthager ein schleichendes Giftbeigebracht hätten. Die Nachricht über das patriotische Ver-halten des Regulus steht bei Zonaras (nach Dio). Polybiosweiß überhaupt nichts von diesen Vorgängen, woraus schonPaulmier (Schweighäuser, Appian III. 313 ffi), Zweifel ander Glaubwürdigkeit der Erzählung hergeleitet hat und beiLivius fehlt das betreffende 18. Buch, während in der er-haltenen Inhaltsangabe zwar die Hinrichtung, aber nichts vonden Martern erwähnt wird. Die Schauergeschichte findet sichaber bei Cicero, äs olllsiis I. 13 und 3. 26 und äs llnibus2. 20 u. 5. 27, sowie bei Valerius Maximus 9. 2, 1 undbei späteren, namentlich bei Tzetzes, Chiliaden III. 356, an-geblich nach dem (verlorenen) 24. Buche des Diodor; nachGellius hatte sie auch Lucius Aelius Tubero, Ciceros Freundin seinem Geschichtswerk. Danach erkennt man, daß die Ur-sache der boshaften Erfindung, — welcher übrigens dic allenSemiten eigene Rachsucht und Grausamkeit der Karthager ent-gegen kam, — diese war, jene vorerwähnte schändliche Behand-lung zweier karthagischer Gefangenen durch die Frau des Negu-lus, wenn nicht zu rechtfertigen, doch wenigstens zu entschuldigenoder zu erklären. (Die erste Arbeit des englischen Freidenkers