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Die Rvmer.
nicht. Wie sich Josephus nach diesen Leistungen darüberbeschweren konnte (gegen Apian 1, 10), „daß schlechte Men-schen sein Geschichtswerk ein Schulbuch für Kinder ge-nannt haben", bleibt unerfindlich. Seine Schriften
„ . . . waren die osfiziLsen Broschüren, die ein großes Zeitereignis im Sinnedes regierenden Hauses zurechtlegten und die Bewunderung der heranwachsendenJugend auf die Person des von der Gottheit begünstigten Machthabers hinlenkten."(Bruno Bauer; Christus und die Cäsaren S. 193.)
Mit den Kaisern Vespasian und Titus behauptet Josephuszwar auf sehr gutem „Reporter"-Fuß gestanden zu haben;sonst aber war Titus als Eroberer Jerusalems den Judennatürlich tötlich verhaßt. Er soll, den Gott derselben schmähend,behauptet haben, selbiger wäre nur mächtig auf dem Wasserund hätte deshalb den Pharao ersäufen können; wenn erwirklich stark wäre, hätte er den Kaiser vor Jerusalem be-kriegt. Da habe eine Stimme vom Himmel gerufen: „Schänd-licher Mensch! ich habe ein kleines Geschöpf, welches Dich be-kriegen wird." Nachdem Titus gelandet, sei dann eineMücke ihm in die Nase gekrochen und habe sieben Jahrehindurch Löcher in sein Gehirn gefressen. Als sein Schädelspäter geöffnet worden, sei die Mücke so groß gewesen,wie eine Taube; ihr Mund sei aus Kupfer und ihreKrallen aus Eisen gewesen. o/'
, S. 48.) Was die Juden über die Bestrafungdes Kaisers in der Hölle anführen, ist nicht salonfähig, janicht einmal stammtischfühig. — Aulus Gellius, denwir oft citierten, schwindelt nicht soviel wie Josephus, hataber auch seine schwachen Stunden; so erzählt er in seinemNootss ^.ttioao, Buch 9 Kap. 4, daß er nach seiner Rückkehrvon Griechenland nach Italien bei der Landung in Brundusiumeinige Bündel alter Scharteken von griechischen Büchern zumVerkauf habe aufliegen sehen, „voll von Wundern und Märchenund unerhörten, unglaublichen Geschichten, deren Verfasser oftSchriftsteller von nicht geringem Ansehen gewesen, z. B.Aristeas von Prokonnesos, Jsigonos von Nikaea, Ktesias,