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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutschen.

Mische Tiefland im Nordosten begrenzt, den Namen desTeutoburger Waldes. Auch hat man in der Nähe vonDetmold auf der Spitze der Graten bürg am 16. August1875 ein prächtiges von Ernst von Bändel (ch 25. Sept. 1876)verfertigtes Standbild enthüllt. Es stellt den Cherusker-fürsten Hermann dar, welcher, auf erhabenem Gerüstthronend, mit seiner Riesengestalt hoch über die Berge ragt.Man hat diese Stelle für ihn ausgesucht, weil man von derÜberzeugung ausging, daß hier der Schauplatz seiner glän-zendsten That gewesen sei. Glücklicherweise sind die Mienendes cheruskischen Recken in starres Erz gegossen, sonst würdeer sich eines gelinden Lächelns wohl nicht erwehren können,wenn man ihm fort und fort gerade an dieser Stätte diehergebrachten Huldigungen entgegenbringt. Denn daß dieSchlacht am Teutoburger Walde in der Nähe des Hermann-denkmals stattgefunden habe, ist eine Annahme, die durchnichts gerechtfertigt ist.

Der Teutoburger Wald soll seinen Namen von dem BergeTeut erhalten haben. Man versteht hierunter jenen Berg,auf dem das Denkmals Hermanns des Cheruskerfürsten steht.Teutoburg aber soll die Burg des Gottes Teut gewesen sein.

Nun hat es aber leider einen Gott Namens Teut beidem deutschen Volke nie gegeben. Auch der Teutoberg beiDetmold ist lediglich ein Gebilde der Phantasie. In Wirklich-keit heißt der Berg die Grotenburg. Um so weniger hatman ein Recht, den Namen des Teutoburger Waldes für dengesamten Gebirgszug anzusetzen, welcher von Horn aus innordwestlicher Richtung über Bielefeld hinaus sich fortzieht.Dieses Gebirge hat seit alten Zeiten in den schriftlichenDenkmälern stets Osning geheißen, während im Mundedes Volkes der Name „Lippischer Wald" gebräuchlich war.Erst im Anfange des achtzehnten Jahrhunderts verfertigte derBischof Ferdinand von Paderborn eine Karte, auf welcher fürdas genannte Gebirge der Name des Teutoburger Waldes