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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
Entstehung
Seite
175
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Die Deutschen.

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verzeichnet war, weil der hochwürdige Herr von der Voraus-setzung ausging, daß die berühmte Varusschlacht in jenerGegend vorgefallen, und auf seine Autorität hin haben nachihm die Geschichtsschreiber und Geographen an dieser Meinungfestgehalten.

Wo in Wirklichkeit die Schlacht im Teutoburger Waldevorgefallen ist, lehrt uns Knoke in seinem Werke: „DieKriegszüge des Germanicus in Deutschland";Berlin 1887. Nach ihm ist die römische Niederlage dadurchhervorgerufen, daß Varus mit seinen drei Legionen zwischendie Berge in der Nähe von Jburg geriet. Er hatte dieAbsicht, von seinem Sommerlager an der Weser, welches wiruns unweit Nehme zu denken haben, durch den Jburg erPaß zu ziehen, um die aufständischen Brukterer in der Gegendvon Münster zu bekämpfen. Als er dort in die Nähe desPasses gelangte, wurde er gewahr, daß derselbe von denAufständischen besetzt war. Zugleich aber fielen die Deutschenvon allen Seiten über seine Marschkolonnen her, und es ent-spann sich ein hartnäckiges Gefecht. Da der römische Feld-herr den Paß von Jburg zu forcieren nicht im stände war,aber auch den Rückzug nicht wieder antreten konnte, ein Ent-weichen zur Seite aber wegen der Höhe der Berge unmöglichwar, so blieb ihm nichts weiter übrig, als den Zug zwischenden Bergwänden weiter fortzusetzen. Auf diese Weise mußtefreilich der Plan, in das Bruktererland einzudringen, fallengelassen werden. Aber dies war auch selbstverständlich. Eskam für den römischen Feldherrn jetzt auch noch darauf an,eine Zufluchtstätte zu sichern. Er zog deswegen in westlicherRichtung weiter, indem er hoffte, so nach Rhema zu gelangen,wo er über die Ems setzen konnte und durch das Land derden Römern befreundeten Friesen an den Rhein gelangenMußte. Auf diese Weise schlug er sich bis in die Gegendvon Leeden, etwa 2'/z Meilen von Jburg, durch. Hier abergeriet er in jein sumpfiges Tal, welches von allen Seiten