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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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215
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Die Deutschen.

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mehr war sie eine Deutsche und nicht von vornehmer Abkunft,wie es dagegen die Mutter Manfreds war. Enzios Geburtfällt in das Jahr 1220, nicht erst 1225, sodaß er bei seinerVermählung mit Adelasia, der Herrin des sardinischen „Judi-katcs" Toren 1238 im 18. Jahre stand; bei dieser Ge-legenheit nahm er dann den Titel „König von Torre undGallura" und später „König von Sardinien" an. Dagegenhat er sich niemals auch König von Korsika genannt, wie esdie Bologneser später in seiner Grabschrift angaben. Enziosoll seine Gemahlin schlecht behandelt haben; doch scheinen dieAngaben darüber unzuverlässig und übertrieben, auch blieb ernur acht bis neun Monate auf der Insel; nach etwa fünfJahren beantragte Adelasia die Trennung der Ehe, welcheauch erfolgte, worauf sich Enzio 1245 wieder verheiratete. —Vorher (3. Mai 1241) soll er zur See mehr als hundert zueinem Konzil nach Rom ziehende Prälaten gefangen genommenhaben; so erzählt Matthaeus Parisiensis; doch hat Enzio inder Schlacht nicht den Oberbefehl gehabt, sondern er befandsich zu der betreffenden Zeit in Pisa. Am 26. Mai 1249wurde Enzio von dem Bolognesern in der Nähe von Modenamit seiner ganzen Leibwache, mit 400 Rittern und 1200 Mannzu Fuß zu Gefangenen gemacht. Über dieses, für die damaligeZeit höchst wichtige Ereignis ist auch viel geflunkert worden.

„Von cincr Hcldonthat, wozu besonders bolognesische Schriftsteller den Sieg ihrerL-mdsleutc aufbauschen wollen, kam, man nicht sprechen. Es war nur ein glücklicherZufall, das; Enzio in ihre (ycfangenschast geriet. Für den Kaiser aber war cS einfurchtbarer Schlag . . ."

Der Kaiser that alles was er konnte, um den Sohn zubefreien, doch seine Drohungen fruchteten nichts; eine Fabelist es, daß er für die Auslieferung so viel Silber geboten,als zu einem Ringe vom Umfange der Stadtmauer nötig sei,obwohl dies eine erneuerte Grabschrift Enzios behauptet. Alsder Kaiser 13. März 1250 in den Armen seines anderenSohnes Manfred zu Firenzuola verstarb, war es mit EnziosGlück zu Ende, denn keiner seiner Halbbrüder kümmerte sich