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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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217
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Die Deutschen.

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soll, den ihm eine ihm zugeführte Bologneserin (Lucia daViadagali) am 4. Mai 1252 geboren hätte. Weil Enzio alsDeutscher zu Lucia weiter kein Italienisch habe sprechen könnenals dem U voMo (ich will dir wohl), habe man den Knabenspäter so genannt! Das Geschlecht bestand aber schon imzwölften Jahrhundert; auch ist es ein Unsinn, daß Enzio,der in italienischer Sprache gedichtet hat, nicht italienisch habereden können. Poggio soll der Erfinder dieser Abstammungsein, mit der er den Bentivoglios schmeicheln wollte; weiterhat es keinen Zweck.

(Benutzt: König Enzio von Herm. Blasius, Breslau1884 bei Wilh. Köbner: Dissertation nach gründlichem Quellen-studium.)

Am 29. Oktober 1268 wurde, wie wir es schon berührten,der letzte Hohen st ause Konradin auf Befehl Karlsvon Anjou enthauptet. Auf einem Bilde von Tischbein(im Museum zu Gotha befindlich) wird dargestellt, wie erbeim Schachspiel die Nachricht seines Todesurteils empfängt.

„Er soll das Blntmteil ruhig vernommen haben, indem er mit seinem Leidens-genossin Friedrich von Baden Schach spielte. Das allerdings sehr an-ziehende Bild ist aber nicht historisch. Konradin unterlag am 23. August 1268in der Schlacht bei Tagliacozzo, erreichte Rom den 28. August, floh 31. August nachder Burg Saracincsco, dann nach Astura, wurde von dem elenden Frangipanc aus-geliefert, gekettet durch die Marcmma geführt, in Genazzano an Karl ausgeliefertund in, Schlosse S. Pictro oberhalb Palcstrina eingesperrt. Dort saß Konradin mitseinen Gefährten viele Tage lang in Ketten, wurde in der ersten Hälfte des Oktobernach Neapel geschleppt und den 2S. desselben Monats hingerichtet. Das Schach desromantischen Jünglings ist eben nur romantisch." — sA. von der Linde; Geschichte undLitteratur des Schachspiels, Berlin 1871, Teil I S. 45, Rote.)

Die vielbesungene Erzählung, daß die Tochter KaiserFriedrichs II. und Gemahlin Albrechts des Unartigen, Land-grafen von Thüringen, die Mutter des späteren thüringischenMarkgrafen Friedrich „mit der gebissenen Wange"(1- 1270), das Kind, von dem sie gewaltsam getrennt werdensollte, selbst in die Wange gebissen, (Grimm; deutsche Sagen,2. Aufl. II. S. 307) ist auch eine Erfindung.

Wer hat das Schießpulver erfunden? Natürlich Berthold