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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutschen.

Schwarz; aber eigentlich weiß man nichts darüber. Chinesen,Japanesen und Inder sollen schon früher davon Kenntnisgehabt haben. Auch existiert ein Manuskript von MarcusGraecus, also einem Griechen, in Oxford und in Paris, derwahrscheinlich Ende des 8. Jahrhunderts lebte, worin dieAnfertigung des Schießpulvers deutlich beschrieben wird. Vergl.Poggendorf, Geschichte der Physik, S. 87 f. Über Schwarzbemerkt derselbe:

„Mon wciß nicht einmal, wann und wo derselbe geboren ist, wann und wo erseine Erfindung gemacht haben soll. Nach einigen ist Freiburg im Brcisgau sein Ge-burtsort, nach andern Mainz, noch nach andern Nürnberg: nur darin kommen alleHistoriker nbercin, daß sie ihn zu einem Franziskaner machen. Ebenso verschiedenwird der Ort und die Zeit seiner Erfindung angegeben. Einmal soll sie zu Goslar,ein anderes Mal zu Kill» gemacht worden sei» und was die Zeit betrifft, so schwankendie Angaben darüber gewöhnlich von 1318— ISSN, ja einige Historiker verlegen seineErfindung sogar in die Zeiten Albrecht v. Bollstädts (Albertus Magnus)."

Bei Hansjakob: der schwarze Berthold, der Erfinder desSchießpulvers und der Feuerwaffen; eine kritische Unter-suchung; Freiburg 1802 ist dies des näheren beleuchtet. Daßauf dem Franziskanerplatz zu Freiburg im Breisgau demBerthold Schwarz ein steinernes Denkmal errichtet worden,sogar mit der eingemeiselten Jahreszahl 1380, will natürlichgar nichts sagen. Hansjakob ist der Ansicht, daß der Erfinderein Mönch, Namens Antlitzen gewesen, der schwarze Bertholdgenannt, der aber schon im 13. Jahrhundert lebte. Im Frei-burger Franziskanerkloster zeigt man heute noch einen Raumals „Bertholds Pulverküche". Aus dem schwarzen Bertholdkonnte natürlich leicht ein Berthold Schwarz werden.

Auf den 26. Juni (.lobrmnis 6t Uauli) 1284 verlegt dieSage den Auszug der 130 Kinder von Hameln; be-kanntlich soll, als die Stadt von Ratten gewimmelt, einbuntgekleideter Fremder sich erboten haben, sie gegen Zahlungeiner Geldsumme von der Plage zu befreien, dann die Rattendurch seine Pfeife verlockt haben ihm zu folgen, so daß siealle im Flusse ertranken, darauf aber vom Magistrat untereinem leeren Vorwande um den versprochenen Lohn gebracht